Schon zu 70 Prozent abgestiegen? Diese Horror-Zahlen schocken Gladbach

Bild: Lars Baron/Getty Images
Nach einer kurzen Hoffnungsphase steckt Borussia Mönchengladbach wieder tief im Keller. Ein Blick in die Geschichte macht wenig Mut.
Borussia Mönchengladbach droht der dritte Abstieg der Vereinsgeschichte. Nach der 1:3-Niederlage beim Hamburger SV am Freitag bleibt das Team von Trainer Alexander Blessin Tabellenletzter, mit nur vier Punkten nach neun Spielen ist es der schlechteste Saisonstart der Klubhistorie.
Wie eine Analyse der Bild zeigt, stehen die Chancen auf den Klassenerhalt schlecht. 30 Mannschaften hatten in der Bundesliga nach neun Spieltagen vier oder weniger Punkte gesammelt, 21 davon stiegen am Saisonende ab, eine Quote von 70 Prozent.
Auch weitere Zahlen machen wenig Mut
Noch düsterer sieht es beim Rückstand aus. Von 19 Teams, die nach dem 9. Spieltag wie Gladbach mindestens fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer lagen, schafften nur fünf den Klassenerhalt, eine Abstiegsquote von 74 Prozent.
Hinzu kommt die Defensive. 25 Mannschaften kassierten nach neun Spielen 25 oder mehr Gegentore, 18 davon stiegen ab.
Hoffnung aus der eigenen Geschichte
Einen kleinen Lichtblick gibt es aber, und er kommt ausgerechnet aus Gladbach. Seit 1983 hat sich nur ein Team mit mehr als 25 Gegentoren nach neun Spielen gerettet: die Borussia in der Saison 2010/11.
Damals hatte Gladbach nach neun Partien 27 Gegentore kassiert. Lucien Favre übernahm in der Rückrunde von Michael Frontzeck und schaffte mit einem starken Endspurt noch den Klassenerhalt über die Relegation.
Schröder setzt auf den Glauben
Sportchef Rouven Schröder will sich von den Zahlen nicht beirren lassen. Er sah in Hamburg trotz der Niederlage eine Mannschaft, die sich bis zum Schluss gewehrt habe.
„Wir müssen ganz allein bei uns selbst bleiben. […] Es geht nur über Arbeit und den Glauben, dass wir genug Qualität haben, um da unten herauszukommen.“