„Ende der Toleranz“ – BVB-Fanabteilung mit knallharter Ansage an Nmecha

Bild: Christof Koepsel/Getty Images
Bei Borussia Dortmund meldet sich eine einflussreiche Fanabteilung des Vereins mit deutlichen Worten zu Felix Nmecha.
Die Fan- und Förderabteilung von Borussia Dortmund übt scharfe Kritik an Felix Nmecha. In einer Stellungnahme fordert sie eine klare Abgrenzung von evangelikalen Netzwerken, deren Positionen aus ihrer Sicht nicht mit den Werten des Vereins vereinbar sind.
„Wo religiöse Überzeugungen dazu benutzt werden, Menschen ihre Würde oder Gleichwertigkeit abzusprechen, endet für uns die Toleranz gegenüber Intoleranz“, heißt es in dem Schreiben.
„The King’s Return“ als Auslöser
Anlass ist Nmechas öffentliche Unterstützung der Kampagne „The King’s Return“. Nach Recherchen des ARD-Magazins Monitor und der Sportschau steht dahinter das Netzwerk „Ballers in God“, das Nmecha unterstützt.
Laut den Recherchen wurde aus dem Umfeld der genutzten Missionierungsangebote Homosexualität als Sünde bezeichnet und eine Abtreibung als „Satans Plan“ dargestellt. Zudem beschreiben sie Verbindungen in ein evangelikal-charismatisches Umfeld mit extrem konservativen Positionen gegen Homosexualität und Transidentität.
„Ausdrücklich kein Inhalt unserer Kritik“
Nmechas Glauben selbst kritisiert die Abteilung ausdrücklich nicht. Dass er seit Jahren öffentlich als gläubiger Christ auftrete, sei „ausdrücklich kein Inhalt unserer Kritik“.
Problematisch sei vielmehr die enorme Reichweite von Fußballprofis, die gerade für Kinder und Jugendliche Vorbilder seien. „Religion darf niemals ein Freifahrtschein für Diskriminierung sein“, schreibt die Abteilung.
Klare Botschaft an queere Fans
Zugleich richtet sich die Stellungnahme direkt an die queeren Mitglieder und Fans des BVB. „Eure Zugehörigkeit zu Borussia Dortmund steht nicht zur Debatte. Wir stehen an eurer Seite.“
Die Abteilung erinnerte nun an Worte ihres Vorsitzenden Tobias Westerfellhaus von der Mitgliederversammlung 2025: „Glaube rechtfertigt keine Ausgrenzung. Glaube rechtfertigt keine Spaltung! Und Glaube sollte auch nicht dafür missbraucht werden, die Vielfältigkeit der Gesellschaft, in der wir leben, nicht anzuerkennen.“