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Zizou is back: Legendäre Zidane-Momente in den Geburtsjahren der Frankreich-Stars

Bild: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Zinedine Zidane tritt seinen Traumjob an. Frankreich verehrt ihn. Ein Rückblick auf seine Karriere anhand der Geburtsjahre seiner künftigen Nationalspieler.

Zinedine Zidane ist zurück auf der großen Weltbühne des Fußballs. Nach langen Jahren des Wartens – seine zweite Amtszeit bei Real Madrid endete 2021 – übernimmt er den Job seiner Träume: Der 54-Jährige ist neuer Nationaltrainer von Frankreich und bekommt einen Vertrag bis 2030.

Zidane erhielt 14 Platzverweise

Zidane erhält in Frankreich die größtmögliche Verehrung. Seine Karriere als Spieler gilt als eine der größten, spektakulärsten und erfolgreichsten der Fußballhistorie. Zidane war das perfekte Paket eines Fußballers auf der Zehner-Position: Der Ball klebte ihm am Fuß, er dominierte das Offensivspiel in allen Facetten, ob als Torjäger, Vorbereiter oder Ballkünstler. Sein Übersteiger inklusive einer ganzen Körperdrehung bei höchstem Tempo gehörte zu jenen Moves, die jedes fußballbegeisterte Kind nachahmen wollte.

Zidane war auch kopfballstark und in Zweikämpfen robust, seine größte Schwächen, das waren seine Emotionen, wenn er sich mal wieder provoziert fühlte. Auf Vereinsebene und im Nationalteam sammelte er insgesamt 14 Platzverweise.

Als Hommage an sein Comeback folgen legendäre Zidane-Momente in den Geburtsjahren seiner künftigen Spieler.

Finale-Held 1998

1998 wurde Frankreichs erstmals Weltmeister. Zinedine Zidane war der Star der Heim-Weltmeisterschaft und dominierte auch das Finale gegen Brasilien von Beginn. Zidane traf zum 1:0 und 2:0 noch vor der Halbzeit, der Endstand lautete dann 3:0. Wie passend: Der aktuell größte Star der französischen Nationalmannschaft, Kylian Mbappé, ist ebenfalls 1998 geboren. Mbappé sagte einst über seinen neuen Nationaltrainer wohlwollend: „Zidane ist Frankreich!“

Rückschlag mit Bordeaux

Neben den zahlreichen Roten Karte hatte Zinedine Zidane auch andere sportliche Rückschläge zu verkraften. 1996 war er noch ein angehender Star, er spielte mit Girondins Bordeaux im UEFA-Cup-Finale gegen den FC Bayern. Die Münchner, gecoacht von Interimstrainer Franz Beckenbauer, setzten sich in Hin- und Rückspiel (2:0 / 3:1) durch. Apropos 1996: In diesem Jahr wurde auch Verteidiger Lucas Hernandez geboren. Hernandez, der von 2019 bis 2023 für den FC Bayern auflief, besitzt eine Gemeinsamkeit mit Zidane: Beide sind in Marseille geboren, beide spielten aber nie für Olympique Marseille.

Womit der Sprung nicht weit ist zum jüngeren Bruder von Lucas Hernandez, Theo Hernandez. Der Außenverteidiger wurde 1997 geboren. In jenem Jahr holte Zidane seinen ersten Titel von größerer Bedeutung: Er wurde italienischer Meister mit Juventus Turin. Im Mittelfeld an seiner Seite stand übrigens Didier Deschamps. Es ist jener Teamkollege, den er jetzt freundschaftlich als Nationaltrainer ablöst.

Nur ein CL-Triumph

Etwas überraschend wirkt es immer wieder, dass Zinedine Zidane als Spieler nur einmal die Champions League gewonnen hat. Das war 2002 mit Real Madrid gegen Bayer 04 Leverkusen. Zidane kümmerte sich um den 2:1-Siegtreffer persönlich, ein absolutes Traumtor (Volleyschuss). In jenem Jahr geboren ist Bradley Barcola, der nun mit Paris Saint-Germain zweimal in Folge die Champions League gewonnen hat. Wobei Zidane dieses Gefühl auch kennt, schließlich gewann er als Trainer Real Madrid dreimal in Folge die Königsklasse (2016 – 2018). Bis heute ist dies keinem anderen Klub oder Trainer geglückt.

Der EM-Titel aus dem Jahr 2000 darf natürlich in der Bilanz von Zidane nicht fehlen. Mit dem Golden Goal eliminierte Frankreich Italien in der Verlängerung mit 2:1. In diesem Jahr ist Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni geboren, der nun bei Zidanes ehemaligen Klub Real Madrid spielt.

Kopfstoß in WM-Finale 2006

Eingangs wurde ja bereits erwähnt, dass sich Zidane nicht immer auf dem Platz beherrschen konnte. Und so fand seine Karriere einen unrühmlichen Abschluss. Gemeinsam führte er Frankreich an der Seite des künftigen Bayern-Spielers Franck Ribery in das Finale der WM 2006 in Deutschland. Der Gegner: Italien. In der Verlängerung verlor Zidane nach einem Trash-Talk mit Marco Materazzi die Nerven und verpasste ihm eine Kopfnuss. Der Schiedsrichter hatte die Aktion gar nicht gesehen, aber er ließ sich über die Tat informieren. Zidane sah Rot und Frankreich verlor im Anschluss das Elfmeterschießen. Einen 2006er-Jahrgang hat Zidane nun auch im französischen Kader, es ist PSG-Mittelfeldspieler Warren Zaïre-Emery. Dieser hat allerdings gerade gute Erfahrungen im Elfmeterschießen gemacht: PSG setzte sich im CL-Finale gegen Arsenal durch.

Zizou is back: Zidane hat alles im Fußball erlebt und wird seinen jungen Nationalspielern viel mit an die Hand geben können.

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