„Tag zum Lernen“: Füllkrug erklärt Werders Fehlstart-Klatsche

Bild: Daniela Porcelli/Getty Images
Die Bundesliga-Rückkehr von Niclas Füllkrug ist gründlich misslungen. Nach der 1:4-Niederlage beim SC Freiburg erklärte der Angreifer, weshalb Werder Bremen noch nicht als eingespielte Mannschaft auftrat.
Füllkrug selbst blieb bei seinem ersten Ligaspiel nach der Rückkehr weitgehend ohne Wirkung und wurde nach einer Stunde ausgewechselt. Von einer frühen Alarmstimmung wollte der 33-Jährige trotz der deutlichen Niederlage allerdings nichts wissen.
Füllkrug verweist auf fehlende Automatismen
„Wir standen ein bisschen im Dunkeln, wo genau wir stehen nach den letzten Wochen“, erklärte Füllkrug nach der Partie gegenüber der DeichStube.
Der Angreifer verwies dabei auf die zahlreichen Veränderungen innerhalb der Mannschaft. Der Bremer Kader verfügt nach den Transfers der vergangenen Wochen zwar über Qualität, nach Einschätzung Füllkrugs fehlen momentan aber noch die Verbindungen und abgestimmten Abläufe zwischen den Spielern.
Das zeigte sich besonders nach dem ersten Freiburger Treffer. Werder hatte ordentlich begonnen, verlor anschließend jedoch zunehmend die Kontrolle. Nach dem 0:2 kurz vor der Pause entschied Freiburg die Partie mit zwei weiteren Toren innerhalb der ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs.
Stage-Verletzung beschäftigt die Mannschaft
Zusätzlich belastete der kurzfristige Ausfall von Jens Stage die Bremer. Der Mittelfeldspieler zog sich im Abschlusstraining am Samstag eine schwere Muskelverletzung zu und wird Werder voraussichtlich mehrere Monate fehlen.
Füllkrug bezeichnete den Dänen als großen Verlust. Die Mannschaft habe mit Stage mitgefühlt und ihn gegen Freiburg auf dem Platz deutlich vermisst. Trainer Daniel Thioune musste seine ursprüngliche Planung für den Saisonauftakt deshalb kurzfristig verändern.
Nach Angaben des Coaches war Werder in der Anfangsphase zunächst aktiv und kam zu längeren Ballbesitzphasen. Anschließend sei die Mannschaft jedoch passiver geworden und habe vor der Pause vollständig den Faden verloren.
Füllkrug erwartet schnelle Fortschritte
Trotz des deutlichen Ergebnisses bewertete Füllkrug die Lage nicht ausschließlich negativ. Die Spieler müssten sich nun besser kennenlernen und vor allem die Abläufe gegen den Ball weiterentwickeln.
Sobald diese Verbindungen innerhalb der Mannschaft vorhanden seien, erwartet der Stürmer auch wieder bessere Resultate. Seine Bilanz des misslungenen Saisonstarts fiel entsprechend knapp aus: „Das war heute ein Tag zum Lernen.“
Die nächste Gelegenheit zur Reaktion erhält Werder am kommenden Samstag. Dann empfängt die Mannschaft von Daniel Thioune RB Leipzig im Weserstadion.