Vorbild FC Bayern: Warum soll der DFB eine Ablöse für Jürgen Klopp an RB Leipzig zahlen?

Bild: Rudy Carezzevoli/Getty Images
Verwunderung löst die Meldung aus, dass RB Leipzig für Jürgen Klopp eine Ablöse verlangt, wenn er denn zum DFB wechselt und Bundestrainer wird.
Deutschland hat sich bei der WM 2026 blamiert. Bundestrainer Julian Nagelsmann steht vor einem Rücktritt. Jürgen Klopp gilt deshalb als Favorit für den Posten des Bundestrainers. Wie mehrere Medien in Deutschland berichten, müsste der DFB, wenn er Klopp verpflichten wolle, eine Ablösesumme zahlen. Frühes-Tor.de stellt dazu zwei Fragen:
Klopp, Head of Global Soccer bei RB Leipzig, hat in den Vertragsverhandlungen vor zwei Jahren bereits explizit auf die Exit-Option Nationalmannschaft hingearbeitet. Warum hat sein Beraterteam es sich nicht einfach gemacht und diese Klausel ohne Ablöse zusichern lassen? Es wäre kein Showstopper bei den Vertragsverhandlungen gewesen.
FC Bayern gab Nagelsmann ohne Ablöse frei
Wichtiger noch, und hier ist die Vorbildrolle von RB Leipzig gefragt: Als Julian Nagelsmann 2023 Bundestrainer wurde, war er zwar von seinen Aufgaben beim FC Bayern entbunden, stand aber noch bei den Münchnern unter Vertrag. Der deutsche Rekordmeister hatte zwei Jahre zuvor rund 25 Millionen Euro Ablöse für Nagelsmann an RB Leipzig gezahlt. Die Bayern hätten also vom DFB eine hohe Ablöse verlangen können. Aber zum Wohle des deutschen Fußballs verzichteten die Münchner auf eine beträchtliche Summe.
Eine ähnliche Erwartung sollte jetzt Fußball-Deutschland an RB Leipzig richten. Eine Ablöse für Klopp wäre kaum nachvollziehbar, wenn ohnehin klar war, dass Klopp irgendwann zum DFB wechseln möchte. Zudem ist der DFB kein Profi-Klub, der regelmäßig mit Ablösesummen hantiert. Das ist nicht die Aufgabe und Funktion des DFB. Dafür gibt es auch kein Budget.
Bleibt zu hoffen, dass RB Leipzig einlenkt.