Wenn Klopp-Verpflichtung scheitert: Sechs Alternativen als Nachfolger von Nagelsmann

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Wer wird Nachfolger von Bundestrainer Julian Nagelsmann? Als Favorit gilt Jürgen Klopp. Doch was passiert, wenn der Wechsel an der Ablöse scheitert? Sechs Alternativen im Überblick.
Deutschland ist bei der WM 2026 im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden. Nach dieser Blamage steht Bundestrainer Julian Nagelsmann kurz vor dem Rücktritt. Als Favorit auf seine Nachfolge gilt in Deutschland Jürgen Klopp. Doch angeblich fordert RB Leipzig eine hohe Ablösesumme für den Star-Trainer, der derzeit als Head of Global Soccer bei RB arbeitet. Falls es mit einer Verpflichtung von Klopp nicht klappt, wer stünde Deutschland als Alternative zur Verfügung? Von Pep Guardiola bis Didier Deschamps: Hier folgen sechs Vorschläge nach der Blamage bei der WM 2026:
Pep Guardiola
Der Spanier hat auf Klubebene mit dem FC Barcelona und Manchester City alles gewonnen. In Deutschland unvergessen bleiben seine drei Jahre beim FC Bayern zwischen 2013 und 2016. Einige FC-Bayern-Profis aus dieser Zeit behaupten sogar, Deutschland wäre 2014 nicht Weltmeister geworden, hätten sie nicht beim FC Bayern von Guardiola noch so viel über Fußball gelernt. Guardiola hat gerade sein Engagement bei Manchester City beendet. Der 55-Jährige wäre also womöglich für den DFB schnell zu verpflichten. Magenta-TV-Experte Mats Hummels sagte zuletzt dazu: „Ich glaube, dass sowohl Pep Guardiola als auch Jürgen Klopp überall hinpassen – jede Vereinsmannschaft, jede Nationalmannschaft. Die beiden besten Trainer des vergangenen Jahrzehnts, der letzten 17, 18 Jahre in meinen Augen weltweit. Deswegen könnte ich mir beide sehr gut vorstellen.“
Christian Streich
Zahlreiche Experten nennen bei möglichen Nachfolgern von Julian Nagelsmann auch den Namen Christian Streich. Der 61-Jährige arbeitete rund 15 Jahre im Jugendbereich des SC Freiburg, dann rund 13 Jahre als Profitrainer der Breisgauer. Neben dem sportlichen Erfolg entwickelte Streich genau jene Philosophie, die man sich auch beim DFB und in Deutschland wünscht: Zahlreiche deutsche Talente wurden behutsam aufgebaut und an den Profibereich herangeführt. Auch Streich ist derzeit ohne Trainerjob, ein Engagement wäre in Kürze möglich.
Sebastian Hoeneß
Sebastian Hoeneß ist bekanntlich der Sohn von Dieter Hoeneß und der Neffe von Uli Hoeneß. Der Ehrenpräsident des FC Bayern hat bereits betont, dass Sebastian Hoeneß das Zeug dazu besitzt, mal den FC Bayern zu trainieren. Derzeit ist Sebastian Hoeneß beim VfB Stuttgart tätig. Die Schwaben hat er vor dem Abstieg gerettet, dann zum DFB-Pokal-Sieg und zweimal in die Champions League geführt. Auch existiert in der deutschen Nationalmannschaft bereits ein VfB-Block, weil die Talente von der empathischen, aber auch intensiven Arbeit des 44-Jährigen profitieren. Traut sich der DFB an diesen prominenten Namen heran?
Roger Schmidt
Eine erfahrene Option wäre dagegen der 59 Jahre alte Roger Schmidt. „Ich glaube, das Projekt Nationalmannschaft ist so kompliziert, dass jemand wie Roger Schmidt am besten helfen würde. Er schafft es mit seiner Art, Projekte, in denen so viel Emotion und Stillstand steckt, wieder in die richtige Richtung zu bringen“, sagte zuletzt Ex-Nationalspieler Marcell Jansen bei absolutfussball. Schmidt trainierte einst RB Salzburg in Österreich, dann Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga, danach war er in China, den Niederlanden und Portugal erfolgreich tätig. Aktuell ist er Berater der japanischen Fußballliga.
Sandro Wagner
Womöglich löst der Name Sandro Wagner zwiespältige Gefühle bei deutschen Fußballfans aus. Zuletzt war sein kurzes Engagement beim FC Augsburg ein Reinfall. Allerdings leistete Sandro Wagner von 2023 bis 2025 hervorragende Arbeit als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Das bestätigten zahlreiche Nationalspieler. Und als Wagner das DFB-Team im Sommer 2025 verließ, brachen die Leistungen der deutschen Nationalmannschaft ein. Hat der 38-Jährige nun also eine Chance als Bundestrainer verdient?
Didier Deschamps
Wenn es um die besten und erfolgreichsten Trainer der vergangenen drei Jahrzehnte geht, wird erstaunlich oft Didier Deschamps in der Aufzählung vergessen. Er übernahm ein am Boden liegendes Frankreich im Herbst 2012 und formte daraus ein Team, das nahezu regelmäßig bei Welt- und Europameisterschaften um Titel spielt. Nicht zu vergessen, dass er zuvor auch bei der AS Monaco, Juventus Turin und Olympique Marseille große Erfolge feierte und er als Spieler ohnehin alle Titel abräumte. Der 57-Jährige hört nach der WM 2026 bei Frankreich auf. Seine Trainerkarriere will er aber fortsetzen. Vielleicht als Bundestrainer?