Kovac, Book und Ricken: Diese neue Regel gilt bei BVB-Transfers

Bild: Alex Pantling/Getty Images
Borussia Dortmund hat die Entscheidungsfindung bei Neuverpflichtungen verändert. Bei größeren Transfers müssen künftig alle maßgeblichen Verantwortlichen von einem Spieler überzeugt sein.
Im Mittelpunkt der neuen Struktur stehen Trainer Niko Kovac, Sportdirektor Ole Book und Geschäftsführer Lars Ricken. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten reicht bei Transferentscheidungen nicht mehr die Zustimmung einer Mehrheit. Alle drei Verantwortlichen müssen einen möglichen Neuzugang gemeinsam befürworten.
BVB-Verantwortliche müssen geschlossen zustimmen
In der Vergangenheit konnten Transfers offenbar auch dann umgesetzt werden, wenn nur zwei der drei beteiligten Entscheider zustimmten. Dieses Vorgehen hat der BVB nun verändert. Insbesondere bei kostspieligen Verpflichtungen möchte Dortmund das Risiko reduzieren und sicherstellen, dass Spieler sportlich wie strategisch vollständig zum eingeschlagenen Weg passen. Bei Konstantinos Karetsas und Joane Gadou soll die neue Regel bereits angewendet worden sein. Sowohl Kovac als auch Book und Ricken waren demnach von den beiden jungen Spielern überzeugt.
Damit verändert sich nicht nur die Abstimmung innerhalb der sportlichen Führung. Die neue Regel dürfte auch verhindern, dass ein verpflichteter Spieler später zwischen unterschiedlichen Vorstellungen des Trainers und der Kaderplanung gerät. Gleichzeitig tragen die Verantwortlichen die Entscheidung gemeinsam.
Auch bei El Mala bestand Einigkeit
Grundsätzlich erfüllte auch El Mala diese Voraussetzung. Kovac gilt als großer Befürworter des Offensivspielers, Book und Ricken sollen den möglichen Transfer ebenfalls unterstützt haben. Trotzdem kommt der Wechsel nicht zustande. Der BVB hatte sein Angebot noch einmal erhöht und war offenbar bereit, einschließlich möglicher Bonuszahlungen annähernd 50 Millionen Euro zu investieren. Der 1. FC Köln lehnte jedoch auch die finale Offerte ab.
Daraufhin beendeten die Dortmunder den Poker. Ricken bestätigte gegenüber der Funke Mediengruppe, dass El Mala in diesem Sommer nicht zum BVB wechseln werde. Ein weiteres Angebot soll es nicht geben.
Neue Regel kennt auch finanzielle Grenzen
Das El-Mala-Aus verdeutlicht damit beide Seiten der neuen Dortmunder Transferlinie. Ein kostspieliger Zugang kommt nur infrage, wenn die sportlichen Entscheider geschlossen von ihm überzeugt sind. Diese Einigkeit setzt die wirtschaftlichen Grenzen des Vereins jedoch nicht außer Kraft.
Nach der Absage müssen sich Kovac, Book und Ricken nun gemeinsam auf eine Alternative verständigen. Auch bei dieser Personalie dürfte die neue Regel gelten: Der gesuchte Spieler muss nicht nur die gewünschte Qualität besitzen, sondern sämtliche Verantwortlichen von seiner Rolle im Kader überzeugen.