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Kein Ende in Sicht: Barça verschuldet sich immer weiter

Bild: Alex Caparros/Getty Images

Sportlich eilt der FC Barcelona von Rekord zu Rekord. Abseits des Rasens muss der Klub dagegen erneut tief in die Tasche greifen.

Der FC Barcelona hat einen neuen Kredit über 300 Millionen Euro aufgenommen, um einen teilweisen Baustopp im Camp Nou zu verhindern. Das berichtet der kicker. Die Gesamtkosten für den Umbau dürften damit auf mindestens zwei Milliarden Euro steigen.

Laut Schatzmeister und Vizepräsident Ferran Olivé waren vor allem beim zweiten Rang, in der Gastronomie, im Museum und im Internetbereich Mehrkosten entstanden. „Es gab Verzögerungen, Änderungen und Verbesserungen“, erklärte Olivé auf der Mitgliederversammlung.

Kaum Gegenstimmen bei Online-Versammlung

Die Versammlung fand ausschließlich online statt, was Kritiker als Mittel der Klubführung werten, kritische Stimmen kleinzuhalten. Von rund 4600 Delegierten stimmten laut kicker nur etwa 600 ab, 562 davon für den neuen Kredit.

Zudem segneten die Mitglieder zwei Tranchen über jeweils 105 Millionen Euro für den laufenden Betrieb ab, abgesichert mit künftigen TV-Einnahmen. Die erste wurde bereits im Juli platziert, die zweite soll im November folgen.

Rückkehr ins Olympiastadion droht

Zurückgezahlt werden sollen die Kredite mit künftigen Stadioneinnahmen, die von rund 150 auf bis zu 450 Millionen Euro steigen sollen. Derzeit fasst das Camp Nou 62.000 Zuschauer, im Frühjahr sollen es rund 72.000 sein, zur Saison 2028/29 dann rund 105.000.

Garantiert ist der Plan aber nicht. Für den Einbau des Dachs muss Barça voraussichtlich zu Beginn der Saison 2027/28 für etwa ein halbes Jahr zurück ins Olympiastadion umziehen, die Einnahmen dürften dann zunächst wieder sinken.

Auf dem Rasen läuft es

Sportlich könnte der Kontrast kaum größer sein: Mit dem 5:2 bei Betis feierte Barça den neunten Sieg im neunten Ligaspiel und stellte damit den Startrekord von Real Madrid aus der Saison 1968/69 ein. Mit einem Sieg im Clásico am kommenden Sonntag wäre Barça alleiniger Rekordhalter.

Für Olivé ist der Stadionumbau trotz aller Kosten die Grundlage für den künftigen Erfolg. „Mit dem fertigen Stadion werden die Sponsoring-Einnahmen steigen, wir werden mehr in den Shops verkaufen, das ist ein Kreislauf.“

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