Kann Gabriel Jesus Barcelona wirklich weiterhelfen?

Bild: Alex Pantling/Getty Images
Der FC Barcelona hat mit Gabriel Jesus einen echten Überraschungscoup gelandet. Doch wie viel Verstärkung steckt tatsächlich in dem Deal?
Für rund zehn Millionen Euro wechselt der Brasilianer vom FC Arsenal zum FC Barcelona und unterschreibt einen Dreijahresvertrag, wie ESPN berichtet.
Barcelona reagierte damit auf die Abgänge von Robert Lewandowski und Ferran Torres. Gleichzeitig war der Klub über den Sommer an einer Verpflichtung von Julián Álvarez interessiert, Atlético Madrid wollte den Argentinier jedoch nicht an den Liga-Konkurrenten abgeben.
Flick selbst überrascht vom eigenen Transfer
Selbst Hansi Flick zeigte sich, laut ESPN, von dem Transfer überrascht. „Ich war ein wenig überrascht, dass wir die Möglichkeit hatten, ihn zu bekommen“, sagte der Barça-Trainer nach dem 5:2-Sieg gegen Rayo Vallecano. Gleichzeitig betonte Flick, dass er Jesus sehr schätze und dessen Spielstil gut zur Mannschaft passe.
Der Brasilianer spielte bereits unter Pep Guardiola bei Manchester City und unter Mikel Arteta beim FC Arsenal – zwei Trainern, deren Mannschaften ebenfalls großen Wert auf intensives Pressing legen.
Realistische Rolle: Ergänzung statt Lewandowski-Kopie
Jesus ist allerdings kein klassischer Strafraumstürmer wie Robert Lewandowski. Seine Stärken liegen stärker in seiner Beweglichkeit, seinem Kombinationsspiel und seiner Fähigkeit, auch außerhalb des Strafraums Räume zu schaffen.
Das größte Risiko ist allerdings seine körperliche Verfassung. Jesus verpasste in der vergangenen Saison nach einer Kreuzbandverletzung viele Spiele und kam in der Premier League nur auf 14 Einsätze.
Also: Kann Jesus Barça wirklich weiterhelfen?
Die Voraussetzungen sind jedenfalls vorhanden. Barcelona bekommt für eine vergleichsweise geringe Ablöse einen erfahrenen Angreifer, der mehrere Offensivpositionen spielen kann, Flicks Pressing-Anforderungen erfüllt und bereits auf höchstem Niveau bewiesen hat, dass er Tore erzielen kann.
Seine Verletzungshistorie und die eher durchwachsene Zeit bei Arsenal machen den Transfer gleichzeitig zu einer Wette.