BundesligaFC Bayern München

Gibt es einen Bayern-Bonus? Ex-Schiri Aytekin gibt Auskunft

Bild: Adam Pretty/Getty Images

Kaum ein Vorwurf hält sich unter Fußballfans so hartnäckig wie der „Bayern-Bonus“. Deniz Aytekin hat dazu eine klare Meinung.

Deniz Aytekin hält die Theorie von bevorzugten Klubs, wie es oft dem FC Bayern München zugesprochen wird, für eine Legende. „Das ist eher im Land der Märchen“, sagte der frühere FIFA-Schiedsrichter im TOMorrow Business Podcast.

Gemeint sind Vorwürfe, Schiedsrichter würden bestimmte Teams bevorzugen und etwa so lange nachspielen lassen, bis ein Tor fällt. Neben dem klassischen „Bayern-Bonus“ kam zuletzt auch der „Bayer-Bonus“ auf, weil Bayer Leverkusen in der Meister-Saison auffällig viele späte Tore schoss.

„Es ist ein Mythus“

Dass Fans solche Theorien gerne diskutieren, findet Aytekin in Ordnung. „Das macht’s ja auch irgendwie witzig, aber es ist nicht wahr.“

Weder für den FC Bayern noch für Bayer Leverkusen oder sonst einen Klub gebe es einen Bonus, stellte Aytekin klar. „Es ist ein Mythus.“

Das Ziel: unauffällig bleiben

Schiedsrichter versuchten vielmehr, die Regeln nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen. Am Ende eines Spiels sollten die Leute im Idealfall sagen: „Der war heute gar nicht auffällig, der hat seine Sache gut gemacht.“

Weil der Fußball aber so viele Situationen hervorbringe, die Interpretationssache seien, gehörten Diskussionen einfach dazu. Aytekin verglich den Fußball sogar mit dem modernen „Brot und Spiele“.

Mal fühlt sich der eine benachteiligt, mal der andere

Deshalb müsse man akzeptieren, dass sich in einer Woche das eine und in der nächsten Woche das andere Team benachteiligt fühle. „Fußball unterhält“, betonte Aytekin.

Am Ende stehe für ihn aber etwas anderes im Vordergrund. „Ganz am Ende vereint uns eins: eben diese Liebe zum Fußball.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert