Enthüllt: Infantino hätte als WM-Boss astronomische Summe verdient

Bild: Florencia Tan Jun/Getty Images
Gianni Infantino hätte durch das inzwischen verworfene Projekt FIFA Forward Enterprise offenbar ein gewaltiges Einkommen erzielen können.
Laut einem Bericht der britischen Zeitung The Times waren mehr als 30 Millionen Euro jährlich sowie zusätzliche Bonuszahlungen vorgesehen. Infantino hatte geplant, über die Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise rund 20 Prozent der Vermarktungsrechte an der Weltmeisterschaft zu veräußern. Dadurch hätte die FIFA Einnahmen von umgerechnet etwa 3,65 Milliarden Euro erzielen können.
Mehr als 30 Millionen Euro plus Prämien
Auch der FIFA-Präsident selbst hätte offenbar erheblich von dem Vorhaben profitiert. Berechnungen der Times zufolge wäre für Infantino im Rahmen des Projekts ein jährliches Gehalt von mehr als 30 Millionen Euro vorgesehen gewesen. Hinzu wären nicht näher bezifferte Bonuszahlungen gekommen.
Zum Vergleich: Infantinos derzeitiges Grundgehalt als Präsident des Weltverbandes soll bei rund drei Millionen Euro pro Jahr liegen. Zwar erhält der 56-Jährige darüber hinaus verschiedene Zusatzleistungen, durch FIFA Forward Enterprise hätte sich sein jährliches Einkommen jedoch vervielfachen können.
Umstrittener Plan wurde verworfen
Infantino hatte stets betont, sich durch das geplante Modell nicht persönlich bereichern zu wollen. Das Vorhaben stieß innerhalb der Fußballwelt auf erheblichen Widerstand. Kritiker warnten unter anderem vor einem Ausverkauf der WM-Rechte und einer weiteren Kommerzialisierung des internationalen Fußballs.
Inzwischen wurde der Plan für FIFA Forward Enterprise verworfen. Damit ist auch das mögliche Millionengehalt für Infantino vom Tisch. Die Enthüllungen dürften die Diskussionen um den FIFA-Präsidenten und seine Zukunft an der Spitze des Weltverbandes dennoch weiter verschärfen.