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Meister kein Tabellenführer: Götterdämmerung in Europas Topligen?

Bild: Richard Heathcote/Getty Images

In zahlreichen Top-Ligen Europas erwischt der Titelverteidiger keinen idealen Start. Bricht die sportliche Götterdämmerung an?

Nicht nur in Deutschland, auch in vielen anderen Ländern Europas wird gerne mal von der Langeweile im Meisterschaftskampf gesprochen.

Natürlich ist die Saison 2026/27 noch jung, doch ein erster kleiner Trend lässt sich ablesen: In den laut UEFA-Ranking zehn stärksten Ligen Europas ist nahezu nirgends der amtierende Meister Tabellenführer.

BVB vor FC Bayern

So wird in der Bundesliga der FC Bayern als der große, kaum angreifbare Abonnent auf die Meisterschaft angesehen. Nach vier Spieltagen führt aber Borussia Dortmund mit zwei Punkten Vorsprung (12 zu 10) die Tabelle an.

Auch in Frankreich wird stets Paris Saint-Germain als das Nonplusultra angesehen. Verständlich, da PSG auch zweimal in Folge die Champions League gewonnen hat. Doch PSG liegt nach fünf Spieltagen nicht mal auf einem Champions-League-Platz in der Ligue 1. Keine Frage, es wird eine Aufholjagd folgen, aber dass PSG am Ende souverän den Titel holt, ist derzeit stark zu bezweifeln.

Manchester City liegt vor Arsenal

In der Premier League wiederum kassierte Titelträger Arsenal am Wochenende eine überraschende 0:3-Niederlage bei Brighton. Deshalb hat nun Manchester City nach fünf Spieltagen drei Punkte Vorsprung in der Tabelle.

In der Serie A liegt dagegen Meister Inter Mailand gleichauf mit der AS Rom. Beide Teams haben vier Siege und ein Remis zum Saisonauftakt geholt, die Roma besitzt aber das bessere Torverhältnis, auch weil der Ex-Dortmunder Donyell Malen schon sechs Tore erzielt hat.

In Belgien (Club Brügge) und in den Niederlanden (PSV Eindhoven) ist der nationale Meister derzeit jeweils Tabellendritter. In Polen hechelt Lech Posen Tabellenführer Górnik Zabrze hinterher. In der Türkei gab Galatasaray durch eine 0:4-Pleite bei Trabzonspor die Tabellenführung ab.

Nur Barca sorgt für klare Verhältnisse

Einzig in Spanien sieht es nach klaren Verhältnissen aus. Titelverteidiger FC Barcelona hat nach sieben Spielen bereits fünf Punkte Vorsprung auf die Verfolger Atlético Madrid und Real Betis Sevilla. Auf Real Madrid sind es sogar schon sechs Punkte.

Hinzu kommt noch Portugal, wo zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung Meister FC Porto zwei Zähler Vorsprung auf Benfica besitzt.

Das Zwischenfazit lautet aber: Es sieht nach Götterdämmerung in Europas Topligen aus.

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