Nach nächstem Dämpfer: Wagner stellt sich dem Fan-Frust

Bild: Alex Grimm/Getty Images
Der 1. FC Köln verliert beim zuvor punktlosen HSV. Nach der Partie bekommt die Mannschaft den Frust der eigenen Fans zu spüren.
Der 1. FC Köln ist mit einem weiteren Rückschlag in die Länderspielpause gegangen. Beim Hamburger SV unterlag die Mannschaft von René Wagner mit 1:2. Nach dem Schlusspfiff machten die mitgereisten Anhänger ihrem Ärger mit Pfiffen Luft.
Wagner zeigt Verständnis
Köln hatte im ersten Durchgang deutlich mehr Ballbesitz, geriet nach einem Eckball jedoch in Rückstand. Kurz nach der Pause erhöhte Yussuf Poulsen auf 2:0. Der Anschlusstreffer von Ragnar Ache in der Schlussminute kam zu spät.
Anschließend stellte sich Wagner der Reaktion des Gästeblocks. „Ich kann jeden Fan verstehen, der zum Auswärtsspiel fährt und einen Sieg erwartet. Wir haben uns 95 Minuten reingehauen, hatten Möglichkeiten, zu gewinnen und haben gegen eine sehr effektive Mannschaft ein Bundesligaspiel verloren“, erklärte der Trainer gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger.
Die Pfiffe wollte der 37-Jährige nicht kritisieren. „Das ist unsere Aufgabe, die Aufgabe der Fans ist es in diesem Moment, ihre Enttäuschung kundzutun. Enttäuschung gehört dazu, aber für uns geht es darum, weiterzumachen“, sagte Wagner.
Standards bleiben ein Problem
Besonders das erste Gegentor beschäftigte den Kölner Trainer. Nicolas Capaldo kam nach einer Ecke völlig frei zum Abschluss und erzielte das erste HSV-Tor der Saison. „Unter Stress trifft man falsche Entscheidungen. Das tut mir brutal weh, weil ich sehe, wie die Jungs jede Woche im Training daran arbeiten“, erklärte Wagner.
Mit vier Punkten aus vier Spielen bleibt Köln hinter den eigenen Erwartungen zurück. Aus den Partien gegen Werder Bremen und den zuvor punktlosen HSV holte der FC lediglich einen Zähler. Nach der Länderspielpause wartet ausgerechnet das Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach.