Das gab es noch nie! Uhren-Panne löst Tor-Chaos in der Ligue 1 aus

Bild: Dan Istitene/Getty Images
In Frankreich sorgt eine Torentscheidung für Kopfschütteln. Schuld ist eine technische Panne, die es so noch nie gegeben haben soll.
Beim Spiel zwischen AJ Auxerre und dem FC Le Mans hat eine umstrittene Torentscheidung für große Diskussionen gesorgt. Kurz nach der Pause zählte das 1:0 für Le Mans, obwohl Auxerres Torhüter Paul Nardi den Ball offenbar noch vor der Linie festgehalten hatte.
Nach einem Freistoß hatte Buades den Ball per Kopf in Richtung des kurzen Ecks befördert. Nardi tauchte ab und packte zu, Schiedsrichter Willy Delajod ließ zunächst weiterspielen.
Nur zwei von vier Uhren schlagen an
Dann meldete die Torlinientechnik auf der Uhr des Schiedsrichters ein Tor. Laut Auxerres Trainer Will Still lief dabei aber nicht alles rund, wie er nach dem Spiel bei Ligue 1+ erklärte.
„Sie meinten zu mir: ‚Nur zwei der vier Uhren ertönten, wir hatten eine Computerpanne, so etwas ist beispiellos.‘“
Delajod schaute sich die Szene deshalb noch einmal mit dem VAR an. Weil die Bilder nicht eindeutig zeigten, dass der Ball die Linie nicht überquert hatte, blieb es beim Tor.
„Ich schwöre, es ist sein Handschuh“
Still war trotzdem überzeugt, dass der Treffer nicht hätte zählen dürfen. „Es ist sein Handschuh, den sie in der Wiederholung zeigen. Ich schwöre, es ist sein Handschuh, den man im Spiel sieht.“
Immerhin glich Auxerre in der 56. Minute aus und holte noch einen Punkt. Auch Nardi selbst war sich nach eigener Aussage „zu 300 Prozent sicher, dass das kein Tor war“, nahm es aber mit Galgenhumor. „Roboter sind vielleicht besser als Menschen.“