„Wir müssen aufeinander aufpassen“: Eberl über den Druck im Profifußball

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images
Nach dem Zusammenbruch des Bayern-Trainers spricht der Sportvorstand offen über den Druck im Fußball und über sich selbst.
Max Eberl hat nach dem Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany offen über den Druck im Profifußball gesprochen. Dabei wurde der Sportvorstand bei DAZN auch persönlich.
„Ich will jetzt nicht in der Vergangenheit graben, aber ich habe meine Geschichte auch mit der Thematik und der Profifußball ist extrem“, sagte Eberl.
Rücktritt in Gladbach
Eberl hatte im Januar 2022 nach 13 Jahren als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach seinen Rücktritt erklärt. Auf einer emotionalen Pressekonferenz begründete er den Schritt mit tiefer Müdigkeit und psychischer Erschöpfung.
Damals sagte er unter Tränen: “Ich muss raus und muss auf den Menschen Max Eberl aufpassen”.
„Ich beschwere mich nicht“
Heute sieht Eberl den Druck als Teil des Berufs. „Der Profifußball ist extrem, aber ich beschwere mich nicht“, sagte er, schließlich hätten sich alle diesen Weg selbst ausgesucht.
Trotzdem sei die Belastung immens, bei Spielen alle drei Tage für den Trainer, die Verantwortlichen und den ganzen Klub. Schwierig sei vor allem, einem Trainer ins Gesicht zu sagen, er solle ein Spiel einfach auslassen, weil der ja seine eigene Motivation habe.
Offen miteinander reden
Für Eberl kommt es deshalb auf den Umgang untereinander an. Man müsse als erwachsene Männer miteinander sprechen und versuchen, Warnsignale zu erkennen.
„Wir müssen aufeinander aufpassen. Das ist das Entscheidende.“