Krösches Nachfolger erbt ein Wunderkind und 90 Millionen

Bild: Selim Sudheimer/Getty Images
Bei Eintracht Frankfurt ist die Ära Markus Krösche vorbei. Ein Blick auf sein Erbe zeigt, dass sein Nachfolger davon profitieren könnte.
Markus Krösche hat Eintracht Frankfurt verlassen, doch seine Arbeit wirkt nach. Laut Bild winken den Frankfurtern dank seiner Verhandlungen bereits jetzt rund 90 Millionen Euro an Einnahmen.
Wer Krösche nachfolgt, ist noch offen. Präsident Mathias Beck und Vorstandschef Axel Hellmann suchen derzeit nach einem neuen Sportvorstand.
Millionen aus Leihgeschäften
Grund für den möglichen Geldregen sind Leihdeals mit Kaufoptionen und Kaufpflichten. Sicher sind bereits rund 22 Millionen Euro, denn bei Hugo Larsson ist die Kaufpflicht des FC Fulham schon eingetreten.
Bis zu 30 weitere Millionen könnten für Jean-Mattéo Bahoya fließen. Dem Franzosen fehlen noch acht Einsätze für Leeds United, bis dort die Kaufpflicht greift.
Hinzu kommen Kaufoptionen, die noch gezogen werden könnten: bei Elye Wahi (Nizza, 15 Millionen Euro), Arthur Theate (Bologna, 15 Millionen Euro) und Noel Futkeu (Elversberg, 6 Millionen Euro).
Das Wunderkind
Das vielleicht wertvollste Erbe ist aber Niko Ilićević. Der offensive Mittelfeldspieler wird am 31. Oktober 16 Jahre alt und soll laut Bild schon einen Tag später im Heimspiel gegen den HSV im Bundesliga-Kader stehen.
Ab der kommenden Saison ist er bereits als Spielmacher und Nachfolger von Can Uzun eingeplant. Auch Trainer Adi Hütter schwärmt von dem Talent.
Krösche kämpfte um das Talent
Dass Ilićević überhaupt in Frankfurt spielt, ist vor allem Krösches Verdienst. Laut Bild traf er sich mehrfach mit dem damals 14-Jährigen und dessen Familie, denn auch der FC Barcelona, Real Madrid und vor allem der FC Bayern wollten ihn verpflichten.
Am Ende band Krösche ihn mit einem Ausbildungsvertrag, der zum 18. Geburtstag automatisch zum Profivertrag wird. Im Sommer verzichtete er sogar auch wegen Ilićević auf einen weiteren Offensivtransfer.
Die Früchte dieser Arbeit wird er nun nicht mehr selbst ernten. Bei seinem Abschied hatte Krösche selbst Bilanz gezogen: „Wir haben gemeinsam große Erfolge gefeiert und den Klub sportlich wie wirtschaftlich weiterentwickelt.“