Wird Werder bei Coulibaly panisch?

Bild: Florian Wiegand/Getty Images
Werder Bremen gerät auf dem Transfermarkt unter Druck. Offenbar gibt es nun einen deutlichen Preisnachlass bei Karim Coulibaly.
Kehren die Transfer-Vibes von 2025 zurück? Die Verantwortlichen von Werder Bremen vermittelten in der vergangenen Saison den Eindruck, den Transfermarkt im Griff zu haben. Am Ende folgte jedoch eine hektische Leihphase sowie eine Analyse von transfermarkt.de, die aufzeigte, was für Werder noch möglich gewesen wäre.
Start war vielversprechend
In dieser Saison startete Werder mit sieben Zugängen vielversprechend auf dem Transfermarkt, doch inzwischen herrscht seit längerer Zeit ein Transferstau. Wieder passen viele Puzzlestücke nicht zusammen, einige Verkaufskandidaten konnten aus verschiedenen Gründen bislang nicht abgegeben werden. Folglich können fast sicher eingeplante Neuzugänge noch nicht nach Bremen kommen.
Zwar steht nun der Abgang von Romano Schmid nach Italien bevor, doch das Geld reicht kaum aus, um in allen Mannschaftsteilen noch Verstärkungen zu holen.
Deshalb kommt es auf den Transfer des wertvollsten Spielers der Bremer an: Karim Coulibaly. Dass der 19-Jährige noch nicht verkauft wurde, soll auch daran liegen, dass sein Beraterwechsel formal noch nicht vollständig abgeschlossen war.
Zu hohe Forderungen von Werder
Andererseits gab es laut Bild-Zeitung das Problem, dass Werder offenbar eine viel zu hohe Ablösesumme für Coulibaly verlangt hatte. Die Rede ist von 40 Millionen Euro. Bei einem Spieler eines deutschen Topklubs wäre diese Summe nicht unüblich gewesen.
Der Marktwert von Coulibaly beträgt 28 Millionen Euro, er besitzt einen Vertrag bis 2029 und ist erst 19 Jahre alt. Doch Werder ist eben nicht Bayern oder Dortmund. Coulibaly hat erst eine Bundesligasaison für Werder gespielt, die nicht fehlerfrei verlief. Europacup-Erfahrung hat er ebenfalls noch nicht. Deshalb wollte auf dem Markt offenbar niemand die geforderten 40 Millionen Euro zahlen.
Nun berichtet die Bild, dass Werder den Preis drastisch gesenkt hat. Die Rede ist von 25 bis 30 Millionen Euro. Das wäre immer noch ein beachtlicher Preis. Andererseits wirkt es fast schon panisch, den Preis von 40 auf 25 Millionen Euro zu reduzieren.
Zumindest kann man davon ausgehen, dass Werder nun viel daran setzt, Coulibaly noch zu verkaufen.