Wasserflaschen und Ted Lasso: So tickt Werders neuer Nachwuchs-Chef

Bild: Andrew Redington/Getty Images
Oliver Hüsing will im Werder-Nachwuchs eine neue Haltung etablieren. Dabei setzt der Nachwuchs-Chef auch auf ungewöhnliche Vorbilder.
Seit dem 1. Juli leitet der 33-jährige Ex-Profi das Nachwuchsleistungszentrum von Werder Bremen allein. Rückenwind gibt ihm die vergangene Saison, in der gleich fünf Talente den Sprung zu den Profis schafften.
„Wir sind viel besser, als wir es selbst glauben“, sagte Hüsing im Interview mit der Bild.
Japan und Ted Lasso als Vorbilder
Zur neuen Haltung gehören für Hüsing vor allem mehr Intensität im Training, aber auch Respekt und Eigenverantwortung. Deshalb zeigte er seinen Spielern ein Foto der japanischen Nationalmannschaft, die ihre Kabine nach Spielen sauber hinterlässt.
Auch Kleinigkeiten fallen ihm auf. „Wenn nach Besprechungen die leeren Wasserflaschen nicht weggestellt werden, stört mich das“, so Hüsing.
Für mehr Transparenz verschickt er regelmäßig Rundmails mit Updates an die Mitarbeiter. Darin findet sich auch mal ein Video von TV-Kulttrainer Ted Lasso.
Breite statt Mega-Talent
Auf die Frage, ob in der aktuellen U19 ein neuer Coulibaly steckt, gab sich Hüsing zurückhaltend. „Wir haben im bundesweiten Vergleich nicht das einzelne Mega-Talent. Aber wir haben sehr viele gute Jungs.“
Der Hauptweg soll weiter über Talente aus Bremen und Niedersachsen führen. Bei externen Verpflichtungen setzt Hüsing aber auf Mut: „Ich plädiere dafür, da mutig zu sein.“
Das neue NLZ mit Campus werde modern, aber nicht luxuriös, betont Hüsing. „Das ist noch nicht die Bundesliga, aber da will ich hin“, sollen die Talente dort spüren.