Vor dem Bayern-Kracher: DFB sorgt für Elversberg-Dämpfer

Bild: Alex Grimm/Getty Images
Die SV Elversberg muss im Bundesliga-Duell mit dem FC Bayern ohne Vincent Wagner an der Seitenlinie auskommen. Der Einspruch gegen die automatische Sperre des Trainers blieb ohne Erfolg.
Wie der kicker berichtet, wies das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes den Einspruch der Saarländer zurück. Wagner war beim spektakulären 4:3-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach mit Gelb-Rot auf die Tribüne geschickt worden.
DFB sieht keinen offensichtlichen Irrtum
Nach Auffassung des Gerichts liegen keine Anhaltspunkte für einen offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters vor. Wagner sei aus größerer Entfernung auf den Unparteiischen zugelaufen, obwohl ihn der Vierte Offizielle zuvor aufgefordert habe, dies zu unterlassen. Die Fernsehbilder würden diese Darstellung bestätigen.
Damit handele es sich um eine Tatsachenentscheidung, an die auch das Sportgericht grundsätzlich gebunden sei. Eine Aufhebung der Sperre komme nur in eng begrenzten Ausnahmefällen infrage. Elversberg kann innerhalb von 24 Stunden noch einmal gegen das Urteil vorgehen.
Selbst Kircher bezeichnete die Situation als unglücklich
Der Platzverweis hatte für Diskussionen gesorgt, weil Wagner den Schiedsrichter weder verbal noch körperlich angegriffen hatte. Auch DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher erklärte, dass es andere Möglichkeiten gegeben hätte, mit der Situation umzugehen. Er bezeichnete den Ablauf laut ZDF als „unglückliche Situation“.
Vorerst bleibt es dennoch bei der Sperre. Wagner fehlt damit ausgerechnet am Sonntag um 17.30 Uhr, wenn der stark gestartete Aufsteiger den deutschen Rekordmeister empfängt.