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Leipzig weit vor Bayern und BVB: So viel kassierten die Bundesligisten

Bild: Selim Sudheimer/Getty Images

Das Transferfenster ist geschlossen und die Bundesligisten haben kräftig kassiert.

Insgesamt nahmen die 18 Erstligisten nach Zahlen von Transfermarkt mehr als 826 Millionen Euro ein. Zwischen dem Spitzenreiter und den Klubs am Ende des Rankings liegen allerdings Welten.

Leipzig spielt finanziell in einer eigenen Liga

Mit Einnahmen in Höhe von 175,75 Millionen Euro führt RB Leipzig das Ranking mit großem Abstand an. Allein der Rekordverkauf von Yan Diomande zu Real Madrid brachte mindestens 125 Millionen Euro ein. Transfermarkt führt aktuell 17 Leipziger Abgänge auf. Die Bild zählt den noch nicht offiziell verkündeten Wechsel von Suleman Sani zu Al-Qadsiah bereits hinzu und kommt damit auf 18. Pro Abgang nahm Leipzig somit durchschnittlich knapp zehn Millionen Euro ein.

Dahinter folgen Bayer Leverkusen mit 119,85 Millionen Euro sowie der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt. Bemerkenswert: Freiburg benötigte lediglich zwölf Abgänge, um Einnahmen von 88,55 Millionen Euro zu erzielen.

Was hinter den Einnahmen der Topklubs steckt

Beim FC Bayern stand der Erhalt der Leistungsträger im Vordergrund. Verkauft wurden überwiegend Reservisten, während Leon Goretzka und Raphaël Guerreiro ablösefrei gingen. Der teuerste Abgang war João Palhinha mit nur 14 Millionen Euro.

Eintracht Frankfurt liegt mit 86,25 Millionen Euro weiterhin stark auf Platz vier. Nathaniel Brown brachte 50 Millionen und Aurèle Amenda weitere 18 Millionen ein. Weil danach nur kleinere Ablösen folgten, fehlte der zweite außergewöhnliche Verkauf für eine noch höhere Gesamtsumme.

Der BVB verzichtete hingegen bewusst auf weitere Einnahmen. Dortmund hielt unter anderem Felix Nmecha und Nico Schlotterbeck und gab insgesamt nur zehn Spieler ab. Die 38,50 Millionen Euro sind deshalb vor allem das Ergebnis der Entscheidung, sportliche Kontinuität über einen weiteren Großverkauf zu stellen.

Das Einnahmen-Ranking der Bundesliga

18. SV Elversberg: keine Einnahmen – 11 Abgänge

17. FC Schalke 04: 200.000 Euro – 18 Abgänge

16. SC Paderborn: 6,43 Mio. Euro – 11 Abgänge

15. Hamburger SV: 10,30 Mio. Euro – 18 Abgänge

14. Mainz 05: 11,98 Mio. Euro – 20 Abgänge

13. FC Augsburg: 13,65 Mio. Euro – 23 Abgänge

12. 1. FC Köln: 18,00 Mio. Euro – 20 Abgänge

11. Union Berlin: 18,90 Mio. Euro – 13 Abgänge

10. Borussia Mönchengladbach: 32,25 Mio. Euro – 18 Abgänge

9. VfB Stuttgart: 38,40 Mio. Euro – 12 Abgänge

8. Borussia Dortmund: 38,50 Mio. Euro – 10 Abgänge

7. Werder Bremen: 42,50 Mio. Euro – 16 Abgänge

6. FC Bayern München: 51,75 Mio. Euro – 17 Abgänge

5. TSG Hoffenheim: 72,95 Mio. Euro – 23 Abgänge

4. Eintracht Frankfurt: 86,25 Mio. Euro – 17 Abgänge

3. SC Freiburg: 88,55 Mio. Euro – 12 Abgänge

2. Bayer Leverkusen: 119,85 Mio. Euro – 17 Abgänge

1. RB Leipzig: 175,75 Mio. Euro – 17-18 Abgänge

Viele Abgänge bedeuten nicht hohe Einnahmen

Besonders deutlich wird der Unterschied beim Hamburger SV. Die Hanseaten trennten sich von 18 Spielern, nahmen dabei aber lediglich 10,30 Millionen Euro ein. Das entspricht durchschnittlich rund 570.000 Euro pro Abgang. Noch extremer fällt das Verhältnis bei Schalke aus. Trotz 18 Abgängen verbuchten die Königsblauen lediglich 200.000 Euro. Elversberg gab elf Spieler ab, ohne eine Ablöse einzunehmen. In den Zahlen sind allerdings auch ablösefreie Wechsel, Leihen und Leihrückkehrer enthalten – nicht jeder Abgang konnte den Klubs deshalb automatisch Geld einbringen.

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