Vor Bayern-Kracher: Ricken legt den Finger in die BVB-Wunde

Bild: Pau Barrena/Getty Images
Dortmund jubelt über den Pokalsieg, doch intern fällt die Bilanz deutlich kritischer aus. Vor dem Bayern-Spiel spricht Kovac die Probleme an.
Borussia Dortmund steht im Pokal-Achtelfinale, doch der Auftritt gegen Werder Bremen hat intern deutliche Kritik ausgelöst. Vor dem Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern am Samstag (18.30 Uhr) nahm Trainer Niko Kovac seine Mannschaft in die Pflicht.
BVB-Bosse sprechen Klartext
Nach Informationen der Bild analysierte Kovac den Leistungsabfall beim 3:2 gegen Werder in der Kabine vor den anwesenden Klub-Bossen Lars Ricken und Ole Book. Seine Botschaft: Einen solchen Kontrollverlust darf sich Dortmund in München nicht erlauben. Der BVB hatte eine 2:0-Führung durch zwei Treffer von Niclas Füllkrug verspielt, ehe Marcel Sabitzer in der Nachspielzeit per Freistoß den Sieg rettete. „Ich bin diesbezüglich total unzufrieden“, erklärte Kovac zum Einbruch nach der Pause.
Auch Ricken machte deutlich, dass der späte Erfolg die Probleme nicht überdeckte. „In der Kabine war es nicht komplett euphorisch“, sagte der BVB-Geschäftsführer. „Mit Bayern, einer der besten Mannschaften der Welt, haben wir eine schwierige Aufgabe vor uns.“ Seine Schlussfolgerung für das Duell der punktgleichen Klubs fiel entsprechend klar aus: „Mit so einer zweiten Halbzeit wird es schwierig, das sollten wir uns in München nicht erlauben.“
Waldemar Anton benannte die Dortmunder Schwächen ebenfalls offen. „Wir verlieren unsere Struktur, machen vielleicht nicht mehr die Meter, die wichtig sind“, erklärte der Innenverteidiger. „Die zweiten Bälle gewinnen wir nicht mehr, wichtige Zweikämpfe verlieren wir.“
Während intern die Selbstkritik überwog, hatten die Fans ihre Mannschaft vor der Südtribüne bereits mit „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ auf München eingestimmt. Anton forderte allerdings zunächst jeden Einzelnen: „Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen und zusehen, dass das in den nächsten Spielen abgestellt wird.“