Von Klopp bis Guardiola: Wird die EM 2028 das Turnier der Startrainer?

Bild: Michael Regan/Getty Images
Die Nationalteams verstärken sich auf der Trainerposition. Allen voran Deutschland, Frankreich und Italien.
Für die Nationalmannschaft ist es eigentlich der Standard, dass die besten Trainer und Spieler für sie antreten. Doch gerade auf dem Trainerposten ist das oft nicht der Fall.
Toptrainer arbeiten bei Topklubs
Denn die besten Trainer der Welt wollen sich meist in der täglichen Arbeit bei einem Klub beweisen. Fast immer verdient man bei einem Verein auch mehr Geld als bei der Nationalmannschaft.
Und dann muss man natürlich auch im richtigen Zeitfenster zur Verfügung stehen.
Zuletzt ging der Trend dahin, dass die besten Trainer der Welt vor allem in der Premier League gearbeitet haben. Doch bekanntlich können sich Zeiten auch ändern.
Zahlreiche Nationalmannschaften blieben bei der WM 2026 hinter den Erwartungen zurück. Einige Teams wurden eben auch nicht von den besten Trainern der Welt oder des Landes bei der WM 2026 betreut.
Eines dieser Beispiele ist Deutschland mit Julian Nagelsmann. Der jüngste Coach des Turniers war für diese Aufgabe zu unerfahren.
Aber auch Italien blamierte sich und scheiterte bereits in der WM-Qualifikation. Gennaro Gattuso hatte 2025 Italien übernommen. Als Spieler wurde er Weltmeister, als Trainer war er meist bei seinen Klubs nach kurzer Zeit aufgrund schwacher Leistungen Geschichte (u.a. bei Split und Marseille).
Nun scheinen die Nationalmannschaften auch auf der Trainerposition richtig anzupacken. Deutschland steht kurz vor der Verpflichtung von Jürgen Klopp, dem mit Abstand besten deutschen Trainer.
Italien verhandelt mit Pep Guardiola, der gerade bei Manchester City aufgehört hat. Guardiola zählt ebenfalls zu den besten Trainern der Welt.
Zidane übernimmt wohl Frankreich
Dann wäre da noch Frankreich, das einen ausgelaugten Didier Deschamps wohl durch Zinedine Zidane ersetzen wird. Zidane hat mit Real Madrid dreimal in Folge die Champions League gewonnen – eine unglaubliche Meisterleistung des einstigen Weltfußballers.
England wird bei der Heim-EM weiterhin mit Thomas Tuchel ins Rennen gehen, der zwar im Halbfinale gegen Argentinien einen Fehler begangen hat, aber dennoch mit seinen Teams meist um Titel spielt.
Portugal hat den Spanier Roberto Martínez entlassen und dafür Jorge Jesus verpflichtet, eine absolute Trainerlegende in Portugal (u.a. dreimal Meister mit Benfica).
Nachdem die WM 2026 eine Weltmeisterschaft der Superstars war, könnte die EM 2028 eine Europameisterschaft der Star-Trainer werden.