Volle Bank, voller Kalender: Jetzt beginnt Flicks großes Puzzle

Bild: Alex Caparros/Getty Images
Der FC Barcelona hat sich mit drei Siegen einen perfekten Saisonstart erarbeitet. Nach der Niederlage von Real Madrid bei Betis bietet sich nun sogar die Gelegenheit, früh einen Vorsprung auf den großen Rivalen herauszuspielen. Gleichzeitig beginnt für Hansi Flick die erste echte Belastungsprobe.
Innerhalb von zehn Tagen spielt Barça gegen Valencia, Feyenoord, Levante und Racing Santander. Nur drei Tage später folgt die Partie beim FC Sevilla. Insgesamt stehen laut dem offiziellen Spielplan fünf Begegnungen innerhalb von zwei Wochen an.
Flick muss erstmals wirklich rotieren
Vor allem zwischen dem Auswärtsspiel in Valencia und dem Champions-League-Auftakt gegen Feyenoord liegen lediglich drei Tage. Flick wird seinen bislang weitgehend festen Kern daher kaum unverändert durch diese Phase schicken können.
Die Alternativen sind vorhanden. Im Mittelfeld konkurrieren unter anderem Pedri, Gavi, Frenkie de Jong, Dani Olmo, Fermín López, Marc Bernal und Rodri um Einsatzzeiten. Der frühere Manchester-City-Star wartet noch auf seinen ersten Startelfeinsatz für Barça.
Auch auf den Außenbahnen entstehen neue Möglichkeiten. Xavi Espart stand bislang in allen drei Ligaspielen in der Anfangsformation, obwohl mit João Cancelo und Alejandro Balde zwei etablierte Konkurrenten bereitstehen. Im Angriff kämpfen Anthony Gordon und Karim Adeyemi um ihren Platz neben Lamine Yamal und Raphinha.
Große Namen allein reichen nicht
Zusätzliche Optionen erhält Flick durch Gabriel Jesus und Gavi. Der kurz vor Transferschluss verpflichtete Angreifer hat inzwischen erstmals mit der Mannschaft trainiert. Gavi ist nach seiner kurzen Pause ebenfalls zurück, wie Barça offiziell bestätigte.
Damit liest sich der Kader deutlich breiter als in der vergangenen Saison. Entscheidend ist allerdings, ob Barça auch nach mehreren Wechseln seine Kontrolle, sein Pressing und seine Sicherheit nach Ballverlusten behält.
Spieler wie Rodri, Cancelo, Adeyemi und Gabriel Jesus dürfen nicht nur prominente Namen auf der Bank sein. Sie müssen Flick ermöglichen, die Belastung zu verteilen, ohne erheblich an Qualität einzubüßen. Die kommenden zehn Tage werden erstmals zeigen, ob Barças neuer Kader dieses Versprechen tatsächlich einlösen kann.