Viertliga-Profi in die Nationalmannschaft berufen

Bild: Thomas Eisenhuth/Bongarts/Getty Images
Exotische Länderspiel-Reise für einen deutschen Viertliga-Profi! Für seine Nation ist er 23.000 Kilometer unterwegs.
Amadeus Zamora traf beim 3:1-Auswärtssieg seines Regionalligisten Chemnitzer FC bei Chemie Leipzig zum entscheidenden Tor. Kurz darauf brauch er direkt zu seinem Pflichtspieldebüt für die Nationalmannschaft von Nicaragua auf. Das mittelamerikanische Land belegt aktuell Rang 131 der FIFA-Weltrangliste.
Über 24 Stunden Reisezeit allein zum Auftakt
Schon die Anreise gerät zur Herausforderung: Über New York geht es zunächst zum Auswärtsspiel in die Dominikanische Republik, wofür Zamora mehr als einen ganzen Tag unterwegs ist.
Im weiteren Verlauf der kontinentalen Nations League warten noch Duelle mit dem deutschen WM-Gegner Curaçao, mit Costa Rica sowie das Rückspiel gegen die Dominikanische Republik, macht in Summe über 23.000 Flugkilometer.
Vom sächsischen Nachwuchs zum Nicaragua-Nationalspieler
„Es ist noch einmal besonderer als beim ersten Mal, weil diesmal Pflichtspiele anstehen und es dadurch noch einmal um mehr geht. Der Stolz ist aber mindestens derselbe, denn es ist absolut nicht selbstverständlich, für eine A-Nationalmannschaft auflaufen zu dürfen“, sagte Zamora gegenüber Bild. „Als die erneute Einladung kam, habe ich mich deshalb wieder extrem gefreut!“
Fußballerisch groß geworden ist er beim SV Budissa Bautzen, ehe er im Januar 2022 in die Nachwuchsabteilung des Chemnitzer FC wechselte. Für den Viertligisten ist die Personalie ein seltener Glücksfall, schließlich ist ein waschechter A-Nationalspieler auf dieser Ebene des deutschen Fußballs alles andere als Alltag.