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Darum wird bei Transferpokern dem FC Bayern und BVB oft vor den Kopf gestoßen

Bild: Christof Koepsel/Getty Images

Von Nick Woltemade bis Said El Mala: Der FC Bayern und Borussia Dortmund müssen immer wieder Enttäuschungen auf dem Transfermarkt hinnehmen.

Borussia Dortmund warb lange um die Dienste von Said El Mala, doch auch nach dem vierten Angebot gab es keine Einigung mit dem 1. FC Köln. El Mala gilt als einer der aufstrebenden Topstars des deutschen Fußballs, weshalb dies als Transferniederlage für den BVB gewertet werden kann.

Ähnlich erging es dem FC Bayern in der vergangenen Saison: Die vielversprechenden deutschen Stars Florian Wirtz und Nick Woltemade wechselten nach England – nicht zum FC Bayern.

Was früher eine Selbstverständlichkeit war und oft nur wenige Tage Verhandlungen benötigte, gestaltet sich heute komplett anders. Die Münchner und Dortmunder haben zunehmend Schwierigkeiten, deutsche Stars für sich zu gewinnen. Dafür lassen sich drei wesentliche Gründe ausmachen:

Die Arroganz der Macht

Zunächst begehen die Münchner und Dortmunder häufig den Fehler, dass ihre ersten Angebote deutlich unter den Erwartungen der Gegenseite liegen. Man könnte es als Arroganz der Macht bezeichnen, die Gegenseite mit einem ersten Billigangebot zu provozieren. Früher funktionierte das oft, um den Verhandlungspartner einzuschüchtern und dessen Preisvorstellungen zu senken.

Angebote in der Hinterhand

Doch beide deutschen Topklubs unterschätzen die veränderten Bedingungen auf dem Transfermarkt. Auch Mittelklasseklubs sind heute stabil genug, um an ihren Vorstellungen festzuhalten und erhöhen während der Verhandlungen oft sogar die Preise. Der Grund: Sie wissen, dass sie für ihre Stars gegebenenfalls in England oder Saudi-Arabien gute Preise erzielen können und der Marktwert der Spieler in der Regel jedes Jahr steigt.

Spieler nehmen, was sie bekommen

Ganz wichtig ist auch: Die Spieler sehen Fußball heute als Geschäft. Gelingt der Wechsel zu Bayern oder Dortmund nicht, ist es kein Problem, einem anderen Verein zuzusagen. Wirtz ging zum FC Liverpool, Woltemade zu Newcastle United – und Said El Mala könnte sich nun möglicherweise auch mit einem Transfer zu RB Leipzig anfreunden.

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