BundesligaVfB Stuttgart

Trotz Kritik: Dieser VfB-Stürmer ist kaum zu ersetzen

Bild: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Ein Stürmer des VfB Stuttgart trifft regelmäßig und steht trotzdem in der Kritik. Dabei liegt sein Wert für die Mannschaft ganz woanders.

Ermedin Demirović ist der erfolgreichste Torschütze des VfB Stuttgart in dieser Saison. Vier Treffer in der Champions League und fünf in der Bundesliga stehen bereits für ihn zu Buche, zuletzt traf er beim Sieg in Leverkusen doppelt.

Trotzdem muss sich der Bosnier immer wieder Kritik gefallen lassen. Trifft er nicht, gilt er schnell als Schwachpunkt, trifft er, heißt es mitunter, er trage darüber hinaus wenig zum Spiel bei.

Ein Signal nach wenigen Sekunden

Wie wichtig Demirović für den VfB ist, zeigte sich in Leverkusen schon kurz nach dem Anpfiff. Der Stürmer rempelte Bayer-Verteidiger Medina nach nicht einmal zehn Sekunden um und setzte damit ein klares Zeichen für das gesamte Spiel.

Genau diese Haltung hatte dem VfB in einigen Spielen dieser Saison gefehlt. Der VfB spielte, als habe ein Messer zwischen den Zähnen gehabt.

Wertvoll auch ohne Ball

Auch seine beiden Treffer zeigten Demirovićs Qualitäten. Beim ersten stand er goldrichtig, beim zweiten startete er nach einem Traumpass von Deniz Undav in den freien Raum und verwandelte sicher.

Doch sein Wert geht über die Tore hinaus. Demirović läuft Gegner früh an, schirmt Bälle ab, legt sie für Mitspieler ab und bindet oft gleich zwei Verteidiger. So schafft er Räume für seine Teamkollegen, auch wenn er selbst kaum am Ball ist.

Unangenehm für jeden Verteidiger

Für gegnerische Abwehrspieler ist Demirović ein ständiger Störfaktor. Mit Laufwegen, Zweikämpfen und mitunter auch harten Rempeleien bearbeitet er sie über die gesamte Spielzeit und kostet sie viel Kraft.

Dass er dabei nicht in jedem Spiel glänzt, gehört zu seinem Spielstil. An seiner Einstellung gibt es aber kaum Zweifel.

41 Tore in 100 Spielen

Auch die Zahlen sprechen für ihn. In seinen ersten 100 Spielen für den VfB erzielte Demirović 41 Tore, im Sommer blieb er trotz Wechselgerüchten in Stuttgart.

Wie selbstkritisch er dabei ist, zeigte sich zuletzt im Pokal in Paderborn, als er zwei große Chancen vergab. „Es ärgert mich, dass ich meine beiden großen Möglichkeiten nicht nutzen konnte, gerade weil es als Stürmer immer schwierig ist, in solche Situationen zu kommen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert