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Tor-Maschine gegen Bollwerk: Der Klassiker wird zum Duell der Extreme

Bild: Alex Grimm/Getty Images

Im Klassiker kommt es zum Duell zweier punktgleicher Teams. Die torgefährlichste Offensive trifft dabei auf die stabilste Abwehr.

Wenn der FC Bayern München am Samstag (18.30 Uhr) Borussia Dortmund empfängt, treffen zwei völlig unterschiedliche Stärken aufeinander. Die Münchner haben in der Bundesliga bereits 25 Tore erzielt, der BVB hat erst vier Gegentore kassiert.

Beide Mannschaften gehen nach sieben Spieltagen punktgleich in das Topspiel. Für Bayern-Sportvorstand Max Eberl ist die Sache klar: „Das bedeutet automatisch Augenhöhe.“

Bayerns Tor-Maschine

Mit 25 Treffern stellen die Bayern den gefährlichsten Angriff der Liga. Bester Torschütze ist dabei Michael Olise mit sechs Toren, dazu kommt Harry Kane, der am Montag als erster Bundesliga-Spieler seit 30 Jahren den Ballon d’Or gewann.

Auch in der Breite ist die Offensive gefährlich. Luis Díaz traf beim 6:1 gegen RB Leipzig dreifach, Serge Gnabry erzielte zuletzt in Freiburg sein 100. Bundesliga-Tor, und unter der Woche schossen die Münchner Zweitligist Magdeburg im Pokal mit 6:1 ab.

Bayern trotzt den Ausfällen

Bemerkenswert ist das auch, weil die Münchner schwierige Tage hinter sich haben. Trainer Vincent Kompany fehlt nach seinem Zusammenbruch weiterhin, an der Seitenlinie vertritt ihn Co-Trainer Aaron Danks.

Zudem fällt Kapitän Manuel Neuer mit Fußproblemen aus, für ihn dürfte Jonas Urbig im Tor stehen. Ob Joshua Kimmich nach seiner Pause wegen eines Trauerfalls spielen kann, ist noch offen.

Dortmunds Bollwerk

Der BVB setzt dagegen auf seine Abwehr. Dortmund hat sich als defensiv stärkste Mannschaft der Liga etabliert und ist in dieser Bundesliga-Saison noch ungeschlagen.

Großen Anteil daran hat Gregor Kobel, der laut bundesliga.com 82 Prozent der Schüsse auf sein Tor pariert hat. Nico Schlotterbeck hatte zuletzt bei Sky betont, wie gefestigt die Defensive inzwischen sei: „Also schon sehr, sehr stabil.“

Spät gefährlich

Offensiv kommt der BVB weniger spektakulär daher, ist aber oft dann zur Stelle, wenn es zählt. Die Hälfte seiner zwölf Bundesliga-Tore erzielte Dortmund bislang in der Schlussphase ab der 80. Minute. Zuletzt sicherte Joker Maximilian Beier dem BVB gegen Eintracht Frankfurt mit seinem späten Treffer einen 1:0-Sieg.

Trainer Niko Kovač nennt seine Einwechselspieler deshalb „Finisher“. Vorne verlässt sich der BVB zudem auf Serhou Guirassy, der neulich beim 2:1 in Baku doppelt traf.

Bilanz spricht für Bayern

Die jüngste Bilanz im direkten Duell spricht allerdings für die Münchner. Das letzte Spiel in München gewannen sie im Oktober 2025 mit 2:1, auch im Rückspiel in Dortmund konnte der BVB nicht gewinnen.

Trotz der eigenen Offensivpower weiß Bayern um die Qualität des Rivalen. Eberl lobte vor dem Klassiker ausdrücklich, wie sehr Dortmund die Münchner in den vergangenen eineinhalb Jahren gefordert und angetrieben habe.

Auf Augenhöhe wollen die Bayern nach dem Klassiker aber nicht mehr sein. „Wir [wollen] am Samstag dieses Spiel gewinnen und dann diese Augenhöhe tabellarisch verlassen“, sagte Eberl.

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