Nur elf Plätze, ständig neue Helden: Diese BVB-Waffe funktioniert jedes Mal

Bild: Christof Koepsel/Getty Images
Dortmunds Einwechselspieler waren in jedem Saisonspiel an einem Tor beteiligt. Kovacs starke Bank verschärft den Kampf um die Startelf.
Niko Kovac kann sich bei Borussia Dortmund derzeit beinahe blind auf seine Einwechselspieler verlassen. In allen sechs bisherigen Pflichtspielen war mindestens ein BVB-Joker an einem Treffer beteiligt. Gegen den SC Paderborn entschied Felix Nmecha die Partie von der Bank. Der Mittelfeldspieler kam nach gut einer Stunde ins Spiel und traf anschließend doppelt. Sein Fallrückzieher zum 3:0-Endstand bildete den spektakulären Abschluss des Dortmunder Heimsieg.
BVB-Stars erhöhen den Druck von der Bank
Kovac bezeichnet seine Joker inzwischen als „Finisher“. Die eingewechselten Spieler „können Spiele in die richtige Richtung lenken. Und davon haben wir schon einige“, erklärte der BVB-Trainer. Bereits gegen Bayern und Hoffenheim traf Fabio Silva nach seiner Einwechslung. Ethan Nwaneri erzwang als Joker ein Eigentor, während Serhou Guirassy in der Champions League von einer Vorlage des eingewechselten Silva profitierte. Gegen Paderborn bereitete zunächst Maximilian Beier das 2:0 vor, ehe Marcel Sabitzer die Flanke zu Nmechas Traumtor schlug.
Damit waren Einwechselspieler an sechs der zwölf Dortmunder Treffer gegen Profiklubs beteiligt. Schon in der vergangenen Bundesliga-Saison erzielten nur die Bayern-Joker mehr Tore als der BVB. „Wir haben sehr viel mehr Leute als nur elf – und darüber bin ich sehr glücklich“, wird Kovac in der offiziellen Nachbereitung des BVB zitiert. Für den Trainer ist die starke Bank ein Vorteil. Für seine Stars bedeutet sie allerdings: Auch ein Startelfplatz bietet derzeit keine Sicherheit.