Nach Backhaus-Abschied: Bei Werder geht ein besonderer Plan auf

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Der Abgang von Mio Backhaus sorgte bei Werder Bremen für Fragezeichen. Doch sein Nachfolger überzeugt. Peter Niemeyer erklärt die Hintergründe.
Der SV Werder Bremen musste im vergangenen Sommer einen wichtigen Leistungsträger ziehen lassen. Nach nur einer Saison als Stammtorhüter wechselte Mio Backhaus zum SC Freiburg und hinterließ zunächst eine große Lücke. Doch wenige Monate später scheint die Torwartfrage an der Weser bereits geklärt. Karl Hein hat sich als neuer Stammkeeper etabliert und überzeugt mit starken Leistungen. Für Leiter Profifußball Peter Niemeyer ist das kein Zufall.
Vander als wichtiger Erfolgsfaktor bei Werder
Wie die DeichStube berichtet, spielt Torwarttrainer Christian Vander bei der Entwicklung der Bremer Schlussmänner eine entscheidende Rolle. Schon nach dem Abschied von Michael Zetterer hatte der 45-Jährige mit Backhaus einen geeigneten Nachfolger aufgebaut. Nun wiederholt sich dieses Muster mit Hein.
„Wir sind glücklich, dass Kiki schon so lange bei uns ist, Werder in sich trägt und die DNA dieses Vereins auch ins Torwartteam einbringt“, erklärte Niemeyer. Besonders den Konkurrenzkampf innerhalb der Torwartgruppe hob der Funktionär hervor. „Seit Jahren schafft er es, gemeinsam mit den Keepern Abgänge auf dieser Position aufzufangen und adäquat zu ersetzen.“
Auch bei der Verpflichtung neuer Torhüter ist Vander eng eingebunden. Während die Scouting-Abteilung mögliche Kandidaten vorschlägt, beurteilt der frühere Werder-Profi insbesondere deren Entwicklungspotenzial. Eine wichtige Rolle spielt zudem Alexander Schlager, der Hein im Training herausfordert und ihn an Spieltagen unterstützt. Der 30-jährige Österreicher war nach seiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft bewusst als starker Konkurrent verpflichtet worden.
Hein selbst hatte seinen Anspruch auf einen Stammplatz bereits früh deutlich gemacht. „Er hat gesagt, dass er unbedingt Stammtorwart in der Bundesliga sein will – das mussten wir ihm damals noch ein Stück weit verwehren“, berichtete Niemeyer. Trotzdem habe der Este stets professionell gearbeitet. „Das zahlt sich jetzt in seinen starken Leistungen aus.“
Zwar kassierte Hein in seinen ersten fünf Saisonspielen zehn Gegentore, insbesondere beim jüngsten 2:2 gegen Borussia Dortmund überzeugte er jedoch mit starken Paraden. Werder scheint damit erneut einen schwierigen Torwartwechsel erfolgreich bewältigt zu haben. Und mit Schlager steht bereits ein möglicher Nachfolger bereit.