Liefert Kovac seiner Mannschaft zu viele Alibis?

Bild: Pau Barrena/Getty Images
Niko Kovac beklagt regelmäßig die Rahmenbedingungen bei Spielen von Borussia Dortmund. Hilft dieses Vorgehen seiner Mannschaft?
Borussia Dortmund ist zunächst makellos in die Saison gestartet, nun folgten allerdings zwei Rückschläge: Eine 2:0-Führung wurde gegen Werder Bremen in den Schlussminuten noch aus der Hand gegeben, im Anschluss folgte in der Champions League eine 0:1-Niederlage beim norwegischen Underdog Bodö/Glimt.
Auffällig dabei: Vor beiden Spielen beklagte Trainer Niko Kovac die Rahmenbedingungen für seine Spieler, obwohl alle anderen Konkurrenten auf Topniveau mit ähnlichen Verhältnissen zurechtkommen müssen.
„Vier Länderspiele waren zu viel“
Nach der langen Länderspielpause sagte Kovac: „Diese vier Spiele waren für mich definitiv zu viel. Die Pause war zu lang. Wenn man vier Spiele spielen muss, sind es viele Reisen und die Kader sind relativ klein. Deutschland hat es jetzt anders gemacht, aber alle anderen haben es schon so gemacht, dass sie nur eine begrenzte Anzahl an Spielern hatten. Das heißt, unsere Spieler waren viel unterwegs.“
Im Anschluss folgte das 2:2 gegen Bremen, wo der Mannschaft in den Schlussminuten die Luft ausging.
Kovac setzt auf Rotation
Vor dem Champions-League-Spiel bei Bodö/Glimt beklagte Kovac nun den Reisestress: „Es kann keine Mannschaft der Welt schaffen, dass man solche Reisestrapazen mit elf Spielern durchspielt.“ Auf Basis dieser Annahme rotierte er viel, was der Mannschaft sichtlich nicht guttat. Mit 0:1 ging die Partie in Norwegen verloren.
Kovac muss sich nun fragen, ob er seiner Mannschaft Alibis im Vorfeld einer Partie liefern will oder ob er wieder fordernder auftreten muss.