Leitl kommentiert Mega-Umbruch: „Es geht um die Existenz dieses Vereins!“

Bild: Christof Koepsel/Getty Images
Hertha BSC steht nach einem mühsamen Sieg beim 1. FC Saarbrücken in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Nach der Partie sprach Stefan Leitl allerdings nicht nur über das Weiterkommen. Der Trainer erklärte auch, weshalb die Berliner im Sommer so viele Spieler abgeben mussten.
Auf die zahlreichen Abgänge angesprochen, fand Leitl im Sportschau-Interview deutliche Worte: „Es geht um die Existenz dieses Vereins.“ Damit ordnete der 48-Jährige ein, weshalb Hertha im Sommer trotz sportlicher Ambitionen wichtige Spieler abgeben musste.
Gersbeck rettet Hertha im Elfmeterschießen
In Saarbrücken war Hertha über weite Strecken überlegen, machte aus den zahlreichen Möglichkeiten aber zu wenig. Erst Paul Seguin traf in der 70. Minute mit einem sehr sehenswerten Distanzschuss zur Führung. Philipp Fahrner glich in der Nachspielzeit aus und rettete den Drittligisten in die Verlängerung.
Dort blieb es beim 1:1. Im Elfmeterschießen parierte Marius Gersbeck gegen Florian Pick und Kai Brünker stark, die Berliner Schützen blieben dagegen fehlerfrei und sicherten Hertha das Weiterkommen. Leitl bezeichnete den Erfolg auf der anschließenden Pressekonferenz als hochverdient. Gleichzeitig kritisierte er, dass seine Mannschaft die Begegnung nicht bereits während der regulären Spielzeit entschieden hatte.
Starker Start trotz kleinerem Kader
Die vielen Abgänge sind der Mannschaft bislang kaum anzumerken. Hertha gewann beide Ligaspiele und überstand nun auch die erste Pokalrunde. Trotzdem zeigte der Auftritt in Saarbrücken, dass dem Kader an einigen Stellen zusätzliche Qualität guttun würde.
Die deutliche Aussage zur Existenz des Vereins zeigt hingegen, unter welchen Rahmenbedingungen Hertha derzeit wirklich arbeiten muss. Vor dem Saisonstart hatten 13 Spieler den Klub verlassen. Leitl hatte deshalb öffentlich weitere Verstärkungen gefordert, zugleich aber auf die begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten hingewiesen. Sportlich geht es am Freitag jedoch erstmal bei Eintracht Braunschweig weiter.