2. LigaHertha BSC

Hertha marschiert weiter: Leitl will von Rekorden wenig wissen

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Nach dem 3:0 in Kaiserslautern wächst die Euphorie um Hertha BSC. Paul Seguin erklärt den Höhenflug, während Coach Stefan Leitl weiter auf die Bremse tritt.

Hertha BSC hat mit dem 3:0 in Kaiserslautern den Zweitliga-Startrekord eingestellt. Neun Siege und ein Unentschieden nach zehn Spieltagen gelangen zuvor Bayer Leverkusen in der Saison 1978/79. Für Paul Seguin ist das allerdings kein Anlass, sich zurückzulehnen. „Ein superschönes Gefühl. Den Rekord wollen wir ausbauen“, sagte der Mittelfeldspieler laut Bild.

Seguin erklärt Herthas Erfolgsrezept

Inklusive acht Testspielen und zwei Pokalpartien sind die Berliner inzwischen seit 20 Begegnungen ungeschlagen. Dazu blieb Hertha zuletzt viermal hintereinander ohne Gegentor. Seguin sieht die Grundlage dafür im Zusammenhalt und in der Trainingsarbeit. „Wenn wir jeden Tag so arbeiten, wie wir bisher arbeiten, dann wird es extrem schwer, uns zu schlagen“, betonte er.

Auch nach dem nächsten Erfolg soll der Alltag deshalb unverändert bleiben. „Wir freuen uns jetzt wieder ein bis zwei Tage. Und schalten dann den vollen Fokus auf das Training und denken nicht, dass wir schon etwas geschafft haben“, erklärte Seguin. Linksverteidiger Mads Pedersen hob die gegenseitige Unterstützung hervor: „Wenn einer einen Fehler macht, stehen zehn Spieler dahinter und machen den Fehler wieder gut.“

„Wir rauschen nicht durch diese Liga“

Trainer Stefan Leitl will trotz der beeindruckenden Bilanz nichts von einem mühelosen Durchmarsch wissen. „Was bringt uns jetzt dieser Rekord von Leverkusen? Da freuen wir uns kurz drüber, dann geht es weiter“, sagte der 49-Jährige. „Wir rauschen nicht durch diese Liga. Wir müssen viel leisten, um diese Spiele zu gewinnen. Wir wurden in Lautern bis ans Limit gefordert.“

Am kommenden Samstag wartet mit Wolfsburg und Ex-Hertha-Kapitän Fabian Reese die nächste Prüfung im Olympiastadion. Bis dahin dürfen die Spieler zunächst zwei freie Tage genießen. Eine weitere Gewohnheit bleibt ebenfalls bestehen: Nach Auswärtssiegen trifft sich das Team zum nächtlichen Döneressen in Charlottenburg. „Na klar. Das ist doch schon Tradition“, bestätigte Seguin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert