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Fünf Probleme, die für den FC Bayern neu sind

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Der FC Bayern wirkt nicht so souverän wie in der vergangenen Saison. Das hat fünf Gründe.

Die vergangene Spielzeit lief für den FC Bayern nahe am Maximum. Das Double sprang heraus, in der Champions League wurde das Finale nur knapp verfehlt, die Mannschaft harmonierte, war unglaublich fleißig – Stichwort Laufleistung – und spielte überragend.

Man wird das Gefühl nicht los, dass der FC Bayern in die Saison gestartet ist mit der Erwartung, dass sich dieser Erfolg fortsetzt. Doch schon die ersten Wochen zeigen, dass der FC Bayern einige neue Probleme hat, die er so schon länger nicht mehr kannte.

FC Bayern führt Lauftabelle an, aber…

Nach wie vor sind die Münchner extrem lauffreudig; beim 6:1 gegen RB Leipzig liefen sie sieben Kilometer mehr als der Gegner, und sie haben weiterhin die Spitzenposition in der Laufleistungstabelle der Bundesliga inne. Doch wirkt die Mannschaft teilweise unkonzentriert und neigt zu individuellen Fehlern. Am auffälligsten war der Patzer von Manuel Neuer beim FC Augsburg, der schon nach acht Sekunden ein Gegentor zur Folge hatte.

Wie viele Spiele erhält Urbig?

Womit man schon beim zweiten Problem angelangt ist: Es ist tatsächlich die Torwartposition. Es ist offensichtlich, dass sich der 40 Jahre alte Manuel Neuer in seinem letzten Jahr befindet. Dabei zählen ihn auch die eigenen Fans auf Social Media immer wieder an, wenn er sich Fehler erlaubt. Auch Experten diskutieren: Wie oft sollte Neuer im Tor stehen, wann wird Jonas Urbig vielleicht doch schon zur Nummer eins befördert oder bekommt mehr Spiele? Im Tor der Bayern fehlt die Klarheit.

Unsicherheit auf der Zehner-Position

Eine Baustelle, die sich Trainer Vincent Kompany auch ein Stück weit selbst aufgemacht hat, ist zudem die Besetzung der Zehnerposition. Ursprünglich war Jamal Musiala auf dieser Position gesetzt, doch bekanntermaßen hat er gesundheitliche Probleme und bleibt ein Unsicherheitsfaktor.

Michael Olise, normalerweise auf dem rechten Flügel gesetzt, war während der WM 2026 einer der besten Spielmacher des Turniers. Durch die Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown haben die Münchner noch zwei weitere Spieler hinzubekommen, die als Zehner agieren können. Ebenso kann Harry Kane diese Rolle ausfüllen. Auch Lennart Karl und Serge Gnabry sind mit der Zehn vertraut.

Kompany experimentiert in dieser Saison sehr häufig und hat seinen Stamm-Zehner noch nicht gefunden. Allein in den Bundesliga-Startelfs standen bereits vier unterschiedliche Spieler auf dieser Position auf dem Platz.

Verletzungspech bei den Münchnern

Allerdings muss Kompany auch öfter zwangsweise umgestalten. In der vergangenen Spielzeit kamen die Bayern die ersten drei Viertel der Saison nahezu ohne Verletzungen von Leistungsträgern aus (mit Ausnahme von Jamal Musiala und Alphonso Davies). Erst im April dezimierte sich der kleine Kader nach und nach. In dieser Saison hingegen fehlten Kompany bereits mehrfach Spieler aufgrund von Verletzungen und Krankheiten.

Neue Auswärtsschwäche

Diese Probleme wirken sich vor allem bei den Auswärtsspielen aus. In der Bundesliga gab es schon zwei Remis (auf Schalke, in Augsburg), in der Champions League wurde in Stavanger eine 3:2-Führung noch aus der Hand gegeben. Zu Hause wirkt alles so souverän wie immer, doch offenbar funktionieren bei Auswärtsspielen die Abläufe nicht mehr wie gewohnt.

Insgesamt sind es also fünf neue Probleme für den FC Bayern in dieser Saison. Alles wirkt noch lösbar, vor allem mit Blick auf die Bundesliga. In der Champions League kann man dagegen langsam das Gefühl bekommen, dass die Münchner zumindest aktuell nicht mehr zu den Top Vier gehören, wenn man sich vor allem den Lauf des FC Barcelona ansieht. Dennoch bleibt alles eine Momentaufnahme, und die weiteren Entwicklungen sind abzuwarten.

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