Finden sie noch in die richtige Spur? Die 3 Sorgenkinder des DFB-Teams

Bild: Michael Reaves/Getty Images
Deutschland ist mit zwei Siegen in die WM 2026 gestartet. Dennoch gibt es Spieler, die leistungsmäßig Sorgen bereiten.
Mit zwei Siegen zum Auftakt der WM 2026 steht Deutschland als Gruppensieger fest. Das letzte Vorrundenspiel gegen Ecuador kann jedoch noch wichtige Erkenntnisse bringen, um ab Montag für die Spiele in der K.o.-Runde gut vorbereitet zu sein.
Im deutschen Team gibt es dennoch drei „Sorgenkinder“, bei denen noch unklar ist, wie sich ihre Entwicklung im Laufe des Turniers gestalten wird. Eine Einschätzung von Frühes-Tor.de:
Nagelsmann hält zu Sané
Leroy Sané: Der rechte Flügelstürmer wird von Bundestrainer Julian Nagelsmann stark geschützt. Sané hatte bisher keinen großen Einfluss auf das Offensivspiel der deutschen Mannschaft, weshalb Nagelsmann besonders seine Arbeit für die Defensive lobte. Deutschland wird bei der WM 2026 jedoch nicht weit kommen, wenn der rechte Flügelstürmer nicht auch offensiv Akzente setzt.
Die Frage bleibt: Schafft Nagelsmann es noch, Sané in die Erfolgsspur zu bringen – oder setzt er vielleicht sogar auf eine Alternative wie Maximilian Beier?
Jamal Musiala: Der Spielmacher feierte im Frühjahr nach langer Verletzungspause sein Comeback auf Vereinsebene beim FC Bayern. Seitdem warten alle Beobachter darauf, dass er wieder 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit erreicht. Auch im DFB-Team schöpft Musiala sein Potenzial bislang nicht vollständig aus.
Die schwierige Frage lautet: Findet Musiala zur entscheidenden Phase der WM 2026 noch in seinen Rhythmus oder bremst er die Mannschaft offensiv aus und muss eine Joker-Rolle übernehmen? Ähnlich wie bei Sané schenkt Julian Nagelsmann Musiala bislang volles Vertrauen.
Kimmich mit Problemen auf der rechten Abwehrseite
Joshua Kimmich: Dass Kapitän Joshua Kimmich Probleme mit der Sprintgeschwindigkeit hat, fiel lange kaum auf. Doch Elfenbeinküste-Angreifer Yan Diomandé legte diese Schwäche nun deutlich offen. Da Alternativen auf Top-Niveau als rechter Außenverteidiger fehlen, wurde Kimmich in diesem Jahr wieder aus dem Mittelfeld in die Abwehr zurückbeordert. Wenn schnelle Stürmer auf Kimmich zulaufen, braucht er entweder Unterstützung aus dem Abwehrverbund oder der rechte Flügelstürmer muss hinten aushelfen. Das bleibt eine wichtige taktische Aufgabe für die Mannschaft von Julian Nagelsmann.