Ein Scherz kostet Mbappé zwei Sponsoren in China

Bild: David Ramos/Getty Images
Ein Superstar von Real Madrid sorgt mit einer Aussage für Empörung in China. Die Folgen sind deutlich: Zwei Partner springen ab.
Real-Star Kylian Mbappé hat zwei chinesische Sponsoren verloren. Der Getränkehersteller Dongpeng und der Molkereikonzern Mengniu beendeten ihre Zusammenarbeit mit dem Stürmer von Real Madrid mit sofortiger Wirkung, wie footmercato berichtet.
Auslöser war offenbar ein im Internet verbreitetes Video. Darin sagt Mbappé, das lustigste Meme, das er je gesehen habe, sei eines, bei dem sein Gesicht auf das eines „chinesischen Diktators“ montiert worden sei.
Mutmaßlicher Witz über Mao
Es soll sich dabei um ein Bild von Mao Zedong handeln, dem 1976 verstorbenen Gründer der Volksrepublik China. Witze über Mao gelten in China als besonders sensibles Thema.
Dongpeng reagierte prompt. „Unser Unternehmen verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jedem Verhalten, das nationale Gefühle beleidigt“, hieß es in einer Mitteilung.
Großes Thema auf Weibo
Mbappé ist unter anderem auf den Etiketten der Dongpeng-Getränkeflaschen abgebildet. In den sozialen Medien schlug der Fall hohe Wellen, auf der chinesischen Plattform Weibo gehörte das Ende der Partnerschaft zu den meistdiskutierten Themen.
Viele Nutzer verurteilten die Kommentare als beleidigend, einige forderten sogar rechtliche Schritte gegen den französischen Spieler.
Ausgerechnet nach dem Ballon d’Or
Für Mbappé kommt die Nachricht in einen ohnehin enttäuschenden Tag. Bei der Wahl zum Ballon d’Or landete der Kapitän der französischen Nationalmannschaft am Montag auf Platz zwei, hinter Harry Kane.
Auch Mengniu ließ an seiner Haltung keinen Zweifel. „Mit sofortiger Wirkung beendet unser Unternehmen jede Zusammenarbeit mit Kylian Mbappé.“