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Der Fluch der teuren Vertragsverlängerungen beim FC Bayern hält an

Bild: Stuart Franklin/Getty

Trainer Vincent Kompany hofft darauf, dass Alphonso Davies und Jamal Musiala zu alter Stärke zurückfinden. Doch bei den Bayernstars zeigt sich ein Muster, das nichts Gutes verheißt.

Trainer Vincent Kompany setzt große Hoffnungen in seine nach Verletzungen zurückkehrenden Stars. „Es gibt meiner Meinung nach viel zu viele Leute, die glauben, dass es vielleicht in eine andere Richtung geht. Aber ich weiß, dass man eine Motivation aus solchen Topspielern holen kann“, sagte Kompany in einem Interview mit den Vereinsmedien über Jamal Musiala und Alphonso Davies. Der Belgier betonte: „Ich erwarte, dass die Jungs eine Saison spielen, die uns noch stärker macht.“

Goretzka und Coman taten Vertragsverlängerungen nicht gut

Doch in den vergangenen Jahren gab es gefühlt einen Fluch beim FC Bayern für Spieler, die ihren Vertrag in München verlängerten. Die Muster waren dabei stets ähnlich, wie das Portal Spox zusammenfasst:

„So war es beispielsweise bei Leon Goretzka, Serge Gnabry, Kingsley Coman und auf etwas niedrigerem Niveau auch bei Eric-Maxim Choupo-Moting. Ihr Gehalt spiegelte schon bald nach den Verlängerungen nicht mehr ihren sportlichen Stellenwert wider, band aber finanzielle Ressourcen und blockierte somit gleichzeitig die Kaderplanungen. Die Münchner wollten verkaufen, die Spieler verwiesen zu Recht auf ihre Verträge. So schleppte der FC Bayern etliche Altlasten mit, bis sie sich letztlich ablösefrei verabschiedeten (Goretzka, Choupo-Moting), mit Gehaltsverzicht verlängerten (Gnabry) oder mit verhältnismäßig geringer Ablösesumme verkauft wurden (Coman).“

Nicht zu vergessen, dass sich alle genannten Spieler immer wieder mit Verletzungen plagten. Auch bei Alphonso Davies und Jamal Musiala sind ähnliche Muster zu erkennen. Sie spielten großartig auf, dann verhandelten sie 2024 und 2025 lange um große Verträge. Diese bekamen sie schließlich. Bei Davies geht es um ein Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro, bei Musiala sogar um bis zu 30 Millionen Euro. Musiala gehört zu den fünf bestverdienenden Spielern auf dem Kontinent, Davies steht in den Top 25.

Doch seitdem plagen die Spieler auch langwierige Verletzungen, und wenn sie zeitweise auf den Platz zurückkehren, sind sie weit von ihrem Leistungsniveau entfernt.

Davies wird langsamer

Davies zum Beispiel muss auch körperlich Tribut zollen. Der vom Stürmer zum Außenverteidiger umgeschulte Kanadier erreicht nicht mehr seine Spitzengeschwindigkeiten von früher, was sein eigentliches Faustpfand war. Statt 36 bis 37 km/h kommt Davies zuletzt nur noch auf Werte um 35 km/h.

Bei Spielmacher Musiala fehlen die erfolgreichen Slalom-Dribblings, die ihn so besonders machten.

Jeder Fall ist einzeln zu betrachten, dennoch muss man festhalten, dass zahlreiche Bayernstars, die sich teure Verträge gesichert haben, nicht die Leistungen bringen, die man von ihnen erwartet.

So bleibt die Frage, ob der FC Bayern dieses Muster, diesen Fluch durchbrechen kann, indem er künftig bei Vertragsverhandlungen nicht mehr von großen Beratern unter Druck gesetzt wird, sondern selbst wieder den Ton angibt und für moderate Vertragskonditionen wirbt. Denn die jüngere Vergangenheit zeigt: Teure Mega-Verträge haben kaum einem Spieler in München gutgetan.

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