DFB-TeamWM 2026

Hohe Abfindung für Nagelsmann: Der DFB braucht eine neue Strategie bei Vertragsverhandlungen

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Julian Nagelsmann hat den DFB als Bundestrainer viel Geld gekostet. Ein Umdenken in Deutschland ist erforderlich.

Bundestrainer Julian Nagelsmann ist nach der blamablen WM 2026 von Deutschland zurückgetreten. Medienberichten zufolge erhält er jedoch eine Abfindung in Höhe eines von zwei Jahresgehältern, angeblich rund sieben Millionen Euro. Daraus ergeben sich zwei Fehler, die der DFB künftig vermeiden sollte.

Schon bei Löw gab es am Ende Probleme

Der DFB verlängerte im vergangenen Jahr den Vertrag mit Nagelsmann bereits bis 2028. Zukünftig sollte der Fokus für Deutschland nur noch auf Turnier zu Turnier liegen. Anders als bei einem Klub kann sich der DFB solche Abfindungen nicht leisten. Bereits mit vorzeitigen Vertragsverlängerungen, etwa bei Joachim Löw, gab es Probleme.

Im Vertrag von Nagelsmann soll zwar eine Klausel verankert sein, die das Überstehen der Gruppenphase als Voraussetzung für eine Abfindung vorsieht, doch das war für Deutschland nicht ambitioniert genug. Denn das Erreichen des Sechzehntelfinals bringt keine wirklichen Vorteile.

Zukünftig sollte wieder ein angemessenes Grundgehalt mit Prämien kombiniert werden. Zudem müssen die Verträge kurz gehalten sein. Nicht der Trainer oder seine Berater sollten Klub-Methoden in die DFB-Verträge einbringen, sondern der größte Sportverband der Welt muss klare Rahmenbedingungen setzen. Dazu gehört auch, fähige Fachleute im Verband zu haben, die den Spieler- und Trainerberatern Paroli bieten können.

Nagelsmann steht beim renommiertesten deutschen Berater Volker Struth unter Vertrag. Rückblickend lässt sich sagen, dass Struth das Beste für seinen Mandanten herausgeholt hat.

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