Der BVB setzt auf Silva, doch jetzt muss er liefern

Bild: Frederic Scheidemann/Getty Images
Ein BVB-Stürmer hat sich zuletzt einen Stammplatz erkämpft. Doch ausgerechnet das, wofür er bezahlt wird, will gerade nicht gelingen.
Fábio Silva hat in den vergangenen beiden Spielen von Borussia Dortmund von Beginn an gespielt, beim 2:1 in Baku und beim 1:0 gegen Eintracht Frankfurt. Ein Tor gelang ihm dabei aber nicht.
Dabei hätte es in Baku durchaus klappen können. Silva gab dort vier Torschüsse ab und kam auf einen Expected-Goals-Wert von 0,98.
Emsig gegen Frankfurt
Gegen Frankfurt kam Silva dagegen kaum zum Abschluss, arbeitete aber viel für die Mannschaft. 90 Prozent seiner Pässe kamen an, 56 Prozent seiner Zweikämpfe gewann er.
Die Bild bewertete seinen Auftritt trotzdem nur mit der Note 4. „Emsig, aber auch extrem unglücklich“, hieß es dort. Statt selbst abzuschließen, habe Silva vor allem versucht, Serhou Guirassy in Szene zu setzen.
Ein bekanntes Muster
Mit der Torausbeute tat sich Silva beim BVB schon in seiner ersten Saison schwer. In 37 Pflichtspielen kam er auf drei Tore, bereitete aber sieben weitere vor.
Trainer Niko Kovač hatte ihn damals verteidigt und auf die geringe Spielzeit verwiesen. Inzwischen bekommt Silva die Minuten, nun muss er sie in Tore ummünzen.
Silva sieht seine Rolle breiter
Silva selbst hat seine Aufgabe nie nur über Tore definiert. Vor der Saison sagte er auf der Vereinshomepage, natürlich wolle er mehr treffen als im Vorjahr, seine Rolle könne aber mehr sein, als nur Tore zu schießen.
Gelegenheit, beides zu zeigen, bekommt er bald: Am Dienstag geht es im DFB-Pokal gegen Werder Bremen, am Samstag zum Topspiel beim FC Bayern. Im Sommer hatte Silva im selben Interview noch selbstbewusst angekündigt: „Die Tore kommen dann ganz von selbst.“