BundesligaWerder Bremen

„Das muss nicht sein“: Werder-Profi kritisiert eigene Fans

Bild: Lars Baron/Getty Images

Der 100. Geburtstag des Weserstadions verläuft nicht ohne Misstöne. Nach dem Remis gegen Paderborn üben zwei Werder-Verantwortliche Kritik an den Fans.

Der SV Werder Bremen hat sich beim 2:2 gegen den SC Paderborn erneut nach einem Zwei-Tore-Rückstand zurückgekämpft. Doch ausgerechnet beim 100. Geburtstag des Weserstadions gab es auch unschöne Szenen auf den Rängen. Die Reaktionen einiger Zuschauer zur Halbzeit sorgten bei den Bremern für Verwunderung. Besonders Innenverteidiger Amos Pieper zeigte sich nach dem Abpfiff irritiert.

Werder-Profi Pieper mit deutlichen Worten

Beim Stand von 0:2 hatten Teile der Bremer Anhänger ihre Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet. „Teilweise haben welche gepfiffen, ich war ein bisschen irritiert“, erklärte Pieper laut der DeichStube. Der Verteidiger konnte den Unmut angesichts der spielerischen Leistung nur bedingt nachvollziehen. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass es so eine katastrophale erste Halbzeit war“, sagte er und kritisierte anschließend: „Paar Mittelfinger, Pfiffe, das muss nicht sein.“

Auch Sportchef Clemens Fritz zeigte wenig Verständnis für das Pfeifkonzert. „Man kann es eben nicht jedem recht machen. Kein Vorwurf, aber sicherlich fand ich es jetzt nach den letzten Wochen auch ein bisschen verfrüht“, erklärte der 45-Jährige. Immerhin war Werder zuvor vier Bundesligaspiele in Folge ungeschlagen geblieben und hatte gegen Leipzig und Augsburg zwei spektakuläre Heimsiege gefeiert.

Fritz lobt Unterstützung nach der Pause

In der zweiten Halbzeit zeigte sich das Weserstadion schließlich von einer anderen Seite. Niclas Füllkrug erzielte beide Bremer Treffer zum 2:2, während die Zuschauer ihre Mannschaft lautstark unterstützten. Besonders die Ostkurve beeindruckte Fritz: „Dann sieht man, was für eine tolle Atmosphäre wir im Stadion haben, was für eine Wucht und Energie aus der Ostkurve kommt. Das tut uns einfach gut.“ Pieper wünscht sich künftig auch in schwierigen Spielphasen mehr Unterstützung. „Ich wünsche mir einfach, dass wir auch dann weiter an einem Strang ziehen“, appellierte der Innenverteidiger.

Unterdessen könnte die Feier zum Stadionjubiläum noch eine Fortsetzung bekommen. Nach dem Bericht planen die Fans zum nächsten Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim offenbar eine weitere, möglicherweise noch größere Choreografie.

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