Lothar Matthäus überrascht in Kolumne mit Infantino-Lob!

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images
Lothar Matthäus übt deutliche Kritik am FIFA-Präsidenten, erinnert jedoch auch an dessen Verdienste.
Gianni Infantino steht nach seinem gescheiterten Investorenplan massiv unter Druck. In seiner Kolumne für Sky Sport nahm Lothar Matthäus den Schweizer zunächst überraschend in Schutz. Man dürfe nicht vergessen, dass Infantino während seiner bisherigen Amtszeit auch einiges richtig gemacht habe.
„Nicht alles verkehrt“ in Infantinos Amtszeit
Obwohl es dem FIFA-Präsidenten häufig um finanzielle Interessen gehe, sei unter seiner Führung „nicht alles verkehrt“ gewesen. Welche Entscheidungen er dabei konkret positiv bewertet, führte der Weltmeister von 1990 allerdings nicht weiter aus.
Infantino sei entweder schlecht beraten worden oder habe sich bei seiner Entscheidung überhaupt nicht beraten lassen. Neben der Idee selbst kritisierte Matthäus insbesondere den gewählten Zeitpunkt. Der FIFA-Präsident habe für sein Vorhaben „einen der falschesten Zeitpunkte“ gewählt.
Matthäus sieht dennoch eine Grenze überschritten
Das grundsätzliche Lob änderte nichts an Matthäus’ Bewertung des gescheiterten Plans zur Teil-Privatisierung der Weltmeisterschaft. Mit diesem Vorstoß habe Infantino eine Grenze überschritten. „Aber jetzt hat er es übertrieben“, stellte der deutsche Rekordnationalspieler klar.
Die jüngsten Entwicklungen könnten nun persönliche Konsequenzen für den 56-Jährigen haben. Matthäus geht davon aus, dass Infantino dafür seine Quittung bekommen werde – und damit möglicherweise genau das eintrete, was sich zahlreiche Gegner des FIFA-Präsidenten bereits erhofft hätten.