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Bayern-Tor im Fokus: Gräfe wird bei Kimmich-Szene deutlich

Bild: Alex Grimm/Getty Images

Manuel Gräfe nimmt die strittigen Szenen des Klassikers unter die Lupe. Bei Bayerns Führung sieht der Ex-Schiedsrichter einen entscheidenden Fehler.

Manuel Gräfe hat nach dem 2:2 zwischen Bayern München und Borussia Dortmund ein übersehenes Handspiel von Joshua Kimmich kritisiert. Vor dem Münchner Führungstreffer hätte Schiedsrichter Tobias Stieler aus seiner Sicht eingreifen müssen. „Aber das strafbare Handspiel übersah Stieler und Team“, schrieb Gräfe auf X. Sein Urteil: „Klare Fehlentscheidung“.

Gräfe unterscheidet zwischen Schiedsrichter und VAR

Gräfe verglich die Szene mit Felix Nmechas Handspiel, für das Bayern später einen Elfmeter erhielt. Kimmichs Vergehen bewertete er als ebenso strafbar. Beim ausgebliebenen Eingriff des Videoassistenten machte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter allerdings einen Unterschied. „Der VAR kann wegen kurzem Ballbesitz BVB nicht mehr eingreifen“, erklärte er. Stieler und sein Team hätten das Handspiel hingegen noch verzögert ahnden können.

Beim zuvor aberkannten Dortmunder Führungstreffer unterstützte Gräfe die Korrektur. „Klar berechtigter Eingriff und korrekte Aberkennung des 0:1 für den BVB“, schrieb er. Foul und Abseits hätte ein Spitzenschiedsrichter mit seinem Team nach seiner Einschätzung allerdings auch ohne VAR erkennen sollen. Für den Kopftreffer forderte Gräfe zudem eine Gelbe Karte.

Den späten Dortmunder Ausgleich hielt er dagegen für regulär. Im Zweikampf vor dem 2:2 sah Gräfe nach den Ballaktionen von Aleksandar Pavlovic und dem Dortmunder Gegenspieler nur einen minimalen seitlichen Fußkontakt. „Irgendwo muss der Fuß aufsetzen, es ist keine zweite Aktion gegen den Gegner“, begründete er seine Bewertung.

Stielers grundsätzlich großzügige, ruhige und kommunikative Spielleitung lobte Gräfe dennoch. Mit den wichtigen falschen Einzelentscheidungen könne das Schiedsrichterteam aus seiner Sicht aber nicht zufrieden sein.

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