Glanz in Europa, Krise in der Liga: Die Baustellen des VfB

Bild: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
In der Champions League überzeugt der VfB Stuttgart, in der Bundesliga steckt er im Tabellenkeller. Dabei zeigen sich drei Probleme.
Der VfB Stuttgart hat gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:3 verloren. Für die Gladbacher, die bis dahin noch keinen Punkt geholt hatten, war es der erste Saisonsieg.
Damit setzte sich beim VfB ein auffälliges Muster fort: Nach jedem der drei Spiele in der Champions League, zwei Siege und ein Remis, verlor Stuttgart anschließend in der Bundesliga. Nach sieben Spieltagen stehen die Schwaben mit nur sechs Punkten im Tabellenkeller.
Starker Beginn, dann der Bruch
Gegen Gladbach begann der VfB zunächst stark und ging früh in Führung. Danach aber kippte das Spiel, und Trainer Sebastian Hoeneß ließ laut BILD durchblicken, dass seine Mannschaft die Gefahr unterschätzt haben könnte.
„Die Fans im Stadion haben sich vielleicht gefragt, wie hoch wir Gladbach weghauen. Die Mannschaft hat das vorm Spiel nicht gedacht, das hat die Anfangsphase gezeigt. Aber vielleicht nach 30 Minuten.“
Sechs Wechsel nach Atlético
Ein Grund für die Schwankungen dürfte die Belastung sein. Nach dem 1:1 gegen Atlético Madrid wechselte Hoeneß auf sechs Positionen, nur einmal war er dazu gezwungen: Für den verletzten Josha Vagnoman rückte Lorenz Assignon in die Startelf.
Ausgerechnet Assignon ließ sich dann vor dem 1:1 und dem 1:2 jeweils vom 17-jährigen Wael Mohya überlaufen. Vor Mohyas Tor zum 1:3 rutschte zudem Torhüter Dennis Seimen ein Ball durch.
„Zwei Gesichter“
Sportvorstand Fabian Wohlgemuth sieht vor allem ein mentales Problem. „Wir haben zwei Gesichter gezeigt. Die Gladbacher haben im Lauf des Spiels eine Mentalität entwickelt, wo wir nicht die richtigen Mittel dagegen hatten.“
Wer in drei Wettbewerben bestehen will, wird um Rotation nicht herumkommen. Hoeneß sah in den Gegentoren aber ein Muster, das ihm Sorgen machen dürfte: „Das war auch symptomatisch, wie die Tore fallen: Beim 1:2 waren wir in einem Zwei-gegen-eins, aber der Gladbacher setzt sich durch. Das dritte fällt aus der Hektik des Spiels heraus.“