Trotz Horrorbilanz: Blessin hält an umstrittener Personalie fest

Bild: Stuart Franklin/Getty Images
Borussia Mönchengladbach stellt die schwächste Defensive der Bundesliga. Trainer Alexander Blessin schafft nun Klarheit auf einer wichtigen Position.
Nach fünf Bundesliga-Spieltagen steht Borussia Mönchengladbach ohne Punkte da. Besonders die Defensive bereitet Sorgen: Bereits 18 Gegentore haben die Fohlen kassiert. Dennoch hat Trainer Alexander Blessin eine klare Entscheidung über die Torhüterposition getroffen.
Blessin stärkt Nicolas den Rücken und lobt Konkurrenten
Wie Bild berichtet, denkt der Gladbacher Coach trotz der Gegentorflut nicht an einen Torwartwechsel. „Moritz hat es letztes Jahr richtig gut gemacht, der Mannschaft viele Punkte gerettet. Deswegen hat er sich das jetzt erarbeitet, die Nummer 1 zu sein“, erklärte Blessin und stellte unmissverständlich klar: „Moritz hat mein volles Vertrauen.“
Dass Nicolas für die bislang schwache Defensivbilanz nur bedingt verantwortlich ist, verdeutlichen auch seine persönlichen Statistiken. Mit 28 abgewehrten Torschüssen liegt der 28-Jährige ligaweit auf dem zweiten Platz. Lediglich Augsburgs Finn Dahmen musste mit 32 Paraden noch häufiger eingreifen. Auch bei der jüngsten 1:2-Niederlage im Rheinderby gegen den 1. FC Köln war Nicolas bei den Treffern von Isac Johannesson und Said El Mala machtlos.
Dabei verfügt Blessin mit Daniel Batz durchaus über eine erfahrene Alternative. Der 35-Jährige absolvierte in der vergangenen Saison 21 Bundesligaspiele für den 1. FSV Mainz 05 und verdrängte dort zeitweise Stammkeeper Robin Zentner. Dennoch sieht der Gladbacher Trainer aktuell keinen Anlass, seine Torwarthierarchie zu verändern.
„Auch Daniel hat mein volles Vertrauen. Auch er macht es richtig gut“, betonte Blessin. Besonders die Erfahrung und die Kommunikation des Routiniers schätzt der 53-Jährige. Batz bringe sich im Training lautstark ein und unterstütze seine Mitspieler. Insgesamt verfüge Borussia über „wirklich gute, hervorragende Torhüter“.
Für Nicolas bedeutet die Rückendeckung seines Trainers Planungssicherheit in einer schwierigen Phase. Während Gladbach dringend an seiner defensiven Stabilität arbeiten muss, bleibt die Rollenverteilung im Tor eindeutig. Beim kommenden Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim dürfte Nicolas somit erneut zwischen den Pfosten stehen.