Zum Wohle der Fans? Deutscher Profi-Klub geht gegen Influencer vor

Bild: Martin Rose/Getty Images
Bislang war es Influencern in Deutschland erlaubt, kommerzielle Videoaufnahmen zu machen. Bei Dynamo Dresden soll damit jetzt Schluss sein.
Sie haben Millionen von Fans, aber im Stadion sind sie dennoch nicht gerne gesehen. Influencer nutzen einen Besuch in Deutschlands Profiligen gerne mal dafür, um mit einem Stadion-Vlog ordentlich Geld zu verdienen. Dynamo Dresden will das in Zukunft aus mehreren Gründen unterbinden.
„Das Filmen von Spielszenen und Stadionbesuchen mit dem Ziel einer kommerziellen Verwertung ist gemäß Stadionordnung nicht gestattet. Dieses Verbot dient insbesondere dem Schutz der Medien- und Verwertungsrechte unserer TV-Partner sowie der Rechte der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden. Werden Inhalte monetarisiert, profitieren davon in erster Linie die jeweiligen Ersteller, während unser Verein dabei leer ausgeht“, schreibt der Zweitligist in einem Statement, welches er zusammen mit den Ultras veröffentlicht hat.
Doch es geht dem Verein und vor allem den Ultras nicht nur um die Kommerzialisierung.
„Wir möchten dazu beitragen, dass sich alle Besucherinnen und Besucher im Stadion wohlfühlen und das Spiel gemeinsam erleben können. Viele Fans wünschen sich, ihr Stadionerlebnis ohne dauerhafte Kameras oder Aufnahmen in unmittelbarer Umgebung genießen zu können. Rücksichtnahme und gegenseitiger Respekt sind daher wichtige Voraussetzungen für eine positive Atmosphäre auf den Rängen.“
Klare Worte der Dresdener, die im Zuge des Verbots betonten, dass Aufnahmen für den privaten Gebrauch natürlich weiterhin gestattet seien. In Ausnahmefällen seien auch weiterhin Stadion-Vlogs möglich. Allerdings nur mit Genehmigung des Vereins. Die dürfte wohl in Zukunft nicht so leicht zu bekommen sein.