DFB-TeamWM 2026

„Wusiala“ ist in Schieflage geraten

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Jamal Musiala und Florian Wirtz gelten als Zauber-Duo im DFB-Team. Doch derzeit trumpft „Wusiala“ noch nicht auf.

Bundestrainer Julian Nagelsmann bezeichnete vor der EM 2024 in Deutschland Jamal Musiala und Florian Wirtz als die „zwei Zauberer“ im DFB-Team. In der Öffentlichkeit erhielt das Duo in Deutschland den Spitznamen „Wusiala“. Im vergangenen Sommer wollte der FC Bayern dann Florian Wirtz verpflichten, um „Wusiala“ auch in der Allianz Arena regelmäßig zaubern zu lassen. Wirtz entschied sich jedoch für einen Wechsel von Bayer 04 Leverkusen zum FC Liverpool.

Wirtz sagte FC Bayern ab

Gerüchte in Deutschland besagen, dass für die Wirtz-Absage auch die herausgehobene Rolle von Musiala bei den Bayern zumindest ein Faktor war, warum Wirtz sich anders entschied: Die Zehner-Position und die Trikotnummer waren Musiala vorbehalten. In Liverpool wurde Wirtz eine höhere Wertschätzung versprochen, allerdings hielten sich die Reds nicht an alle Abmachungen, wenn man den Aussagen von FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß Glauben schenkt.

Auch im DFB-Team ist „Wusiala“ ins Ungleichgewicht geraten. Florian Wirtz spielt weiterhin auf der linken Außenbahn, damit Serge Gnabry oder nun wieder Jamal Musiala auf der Zehn ihre Kreise ziehen können. Gnabry fällt nun verletzt aus, Musiala ist aus einer langen Verletzungspause zurückgekehrt.

Seit seinem Comeback im Frühjahr erreicht Musiala jedoch nicht mehr seine Topform. Dem Bayern-Star fehlen noch einige Prozentpunkte. Wirtz wäre demnach in der Zentrale von Deutschland wertvoller, während Musiala sich von den Flügeln aus wieder in Form bringen müsste.

Nagelsmann setzt auf Musiala

Julian Nagelsmann ist jedoch zuversichtlich, dass Musiala beim DFB-Team noch auf Touren kommt. Musiala sei „mit nur 70 bis 80 Prozent seiner Leistungsfähigkeit besser als viele andere Spieler weltweit“, sagte der Bundestrainer zuletzt und stellte seinem Schützling damit quasi einen Blankoscheck aus. Sport1 mahnte hingegen in einem Artikel: „Die Sorgen werden größer.“ Denn beim 2:1-Testspielsieg gegen die USA fiel Musiala nicht besonders auf. Doch Deutschland setzt auf Zeit.

Es ist noch knapp eine Woche bis zum Auftakt der deutschen Mannschaft – und frühere chronisch verletzte Spitzenspieler wie Bastian Schweinsteiger haben sich oft auch durch Spielpraxis und Vertrauen ins Turnier gekämpft. Es ist also das Prinzip Hoffnung, dass „Wusiala“ wieder ins Gleichgewicht kommt: nämlich ein zaubernder Jamal Musiala in der Offensivzentrale und ein zaubernder Florian Wirtz über den linken Flügel.

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