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Werder-Duo überzeugt: Thioune stellt dennoch eine Forderung

Bild: Lars Baron/Getty Images

Trotz großer Personalsorgen funktioniert Werders Mittelfeld überraschend gut. Trainer Daniel Thioune lobt zwei Neuzugänge, sieht aber noch Luft nach oben.

Beim SV Werder Bremen haben sich zwei Sommer-Neuzugänge schneller als erwartet zu wichtigen Stützen entwickelt. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Jens Stage und Senne Lynen übernahmen Youri Regeer und Ludovit Reis die Verantwortung im zentralen Mittelfeld. Trainer Daniel Thioune zeigt sich mit der Entwicklung der beiden Niederländer zufrieden, erwartet allerdings noch mehr.

Thioune lobt das Zusammenspiel und fordert mehr

„Jens ist nicht zu ersetzen, Senne auch nicht. Aber andere Spieler haben dadurch ihre Chance erhalten“, erklärte Thioune laut der Bild. Während Regeer das Bremer Spiel aus der Tiefe organisiert, sorgt Reis für offensive Impulse. Beim jüngsten 2:2 gegen Borussia Dortmund erzielte der 26-Jährige den Anschlusstreffer und leitete damit die späte Aufholjagd ein.

Auch die Verständigung zwischen den beiden Mittelfeldspielern funktioniert offenbar hervorragend. „Sprachlich gibt es kein Problem mit den beiden Niederländern Youri Regeer und Ludovit Reis nebeneinander“, erklärte Thioune. Mit der Rückkehr des Belgiers Lynen könnte sich daraus sogar eine besondere Konstellation ergeben: „Wenn dann noch Senne Lynen zurückkommt, wird Flämisch dann Hauptbestandteil unseres zentralen Mittelfeldes sein.“

Reis kennt die Sprache bereits aus seiner Zeit beim FC Brügge. Auch Werder-Profi Olivier Deman stammt wie Lynen aus dem flämischen Teil Belgiens. Die sprachliche Nähe könnte die Abstimmung zusätzlich erleichtern. Sportlich sieht Thioune dennoch Verbesserungsbedarf. „Beide machen es als Doppel-Sechs gut. Offensiv würde ich mir noch ein bisschen mehr wünschen. Aber dafür braucht es noch ein wenig Zeit“, erklärte der Werder-Coach.

Unterdessen arbeitet Lynen an seinem Comeback. Nach seinen Beckenproblemen nahm der 27-Jährige am Dienstag bereits teilweise am Mannschaftstraining teil. Beim Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 24. Oktober soll der Mittelfeldspieler wieder zum Kader gehören. Damit könnte Thioune bald zusätzliche Optionen im Zentrum erhalten. Regeer und Reis haben allerdings bereits gezeigt, dass sie auch ohne die verletzten Stammkräfte Verantwortung übernehmen können.

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