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Warum Demichelis nicht abschalten kann und was ihm als Trainer wirklich wichtig ist

Alex Grimm/Getty Images

Foto: Alex Grimm/Getty Images

RB-Coach Martín Demichelis wird schon jetzt stark kritisiert. An mangelndem Einsatz liegt das allerdings nicht: Selbst im Urlaub schaltet er nicht ab – und dabei beschäftigt ihn längst nicht nur Taktisches.

Demichelis hatte bereits zu Saisonbeginn darüber gesprochen, wie viel ihm RB Leipzig bedeutet. Dabei sprach der 45-Jährige sogar eine Art Liebeserklärung aus. Aus dem Vereinsumfeld ist außerdem zu hören, dass Demichelis jeden Morgen schon ganz früh zum Trainingsgelände kommt und dieses erst spät wieder verlässt. Selbst in deer Länderspielpause blieb nur wenig Zeit zur Erholung, wie der Übungsleiter selbst verriet.

Demichelis kann nicht abschalten

Der Südamerikaner hat den Spielern, die nicht zur Nationalmannschaft gereist sind, und auch sich selbst, nach der 0:2-Pleite gegen Bayer Leverkusen eine Woche freigegeben. Er selbst ist in seine Heimat Argentinien gereist und hatte auch etwas Zeit zum Reflektieren.

Wirklich abschalten konnte Demichelis dennoch nicht, wie er auf der Pressekonferenz vor dem fünften Spieltag gegen Eintracht Franfkurt (Samstag, 18:30 Uhr) verriet. „Es ist schwer. Egal, ob du ein, zwei oder drei Tage frei hast – es ist schwer, von dem Thema Fußball wegzukommen“, so der Ex-Profi.

Taktik ist nicht das Wichtigste

Das Geschäft steht nie still. Fragen müssen rund um die Uhr geklärt, Dinge koodiniert werden, egal ob Urlaub oder nicht. Als Trainer, so Demichelis, denke man die ganze Zeit an verschiedene Themen rund um den Fußball. „Nicht nur an eine Formation, eine Idee oder eine besondere Situation eines Spielers.“ Genau dort sieht der RB-Coach den Kern seines Trainerdaseins: „Am Ende, glaube ich, ist die Beziehung mit den Spielern immer das Wichtigste. Als Mensch nah zu sein. Manchmal denkst du nur an Taktik, aber Taktik ist nicht das Wichtigste. Es gibt viel mehr als das. Als Mensch musst du einfach wissen, wie du den Spielern helfen kannst.“

Anschließend fügte er noch hinzu: „Deswegen: Solange wir Trainer wach sind, denken wir immer an Fußball. Es ist total schwer, von dem Thema wegzukommen.“ Mit dem anstehenden Marathon im Oktober mit sieben Spielen in 22 Tagen, beginnend mit dem Topspiel gegen die Eintracht bekommen Demichelis und Co. nun wieder die volle Dosis Fußball – mit Hoffnung und Zuversicht, dass sich die Bemühungen auszahlen.

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