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Vor Kane und Olise: Werder-Profi führt überraschend die Scorerliste an

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Ein Bremer Offensivspieler ist derzeit kaum zu stoppen. Im Interview verrät er, was bei ihm den Fortschritt brachte.

Marco Grüll von Werder Bremen führt nach fünf Spieltagen mit fünf Vorlagen und zwei Toren die Scorerliste der Bundesliga an. Damit liegt der Werder-Profi sogar vor Stars wie Harry Kane und Michael Olise.

Selbst schaut sich der 28-Jährige die Statistik nach eigenen Worten aber nicht an. „Gar nicht“, sagte er im Interview mit der DeichStube schmunzelnd. „Natürlich bekomme ich das mit, weil man es immer wieder sieht.“

Weg vom „Schweizer Taschenmesser“

Einen Grund für seinen Aufschwung sieht Grüll in seiner Position: Er spielt wieder klar auf dem linken Flügel, wo er den Großteil seiner Karriere verbracht hat. In der Vorbereitung musste er noch auf anderen Positionen aushelfen, zwischendurch sogar als Rechtsverteidiger.

Trainer Daniel Thioune bezeichnet ihn gern als „Schweizer Taschenmesser“. Grüll sieht das als Kompliment, will aber mehr. „Ich will wieder stärker als gefährlicher Offensivspieler wahrgenommen werden.“

Thioune habe ihm Selbstvertrauen gegeben und ihn ermutigt, wieder mehr ins Eins-gegen-eins zu gehen. Dass er dabei auch mal einen Ball verliert, nimmt Grüll bewusst in Kauf.

„Vielleicht auch eine Strafraumkobra“

Auch Niclas Füllkrug trägt laut Grüll großen Anteil an seiner Ausbeute. Nachdem Karl Hein und Ludovit Reis den Stürmer zuletzt als „Monster“ und „X-Faktor“ bezeichnet hatten, legte Grüll nach: „Er ist definitiv ein Monster, vielleicht auch eine Strafraumkobra.“

Als Flügelspieler wisse er nun, dass im Strafraum ein kopfballstarker Abnehmer warte. „Das war letztes Jahr anders. Ich selbst bin schließlich kein Kopfballungeheuer.“

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