2. LigaHannover 96

Vom Entertainer zum „Arbeiter“: Sandro Wagner spielt neue Rolle in Hannover

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Sandro Wagner stellt sich auf der Pressekonferenz von Hannover 96 als bescheidener Arbeiter dar. Fußballerisch will der neue 96-Coach vor allem das Gegenpressing verbessern.

Sandro Wagner ist der neue Trainer von Hannover 96. Am Montag stellte er sich 40 Minuten den Fragen der Journalisten.

Sprüchefeuerewerk bleibt aus

Legte Wagner in der vergangenen Saison beim FC Augsburg noch wöchentlich ein Sprüchefeuerwerk hin und mimte den Entertainer, vielleicht sogar den Klassenclown, um die bayerischen Schwaben auch überregional ins Gespräch zu bringen, wirkte Wagner am Montag in Hannover fast wie ein schüchterner, zurückhaltender junger Mann.

Brav und seriös beantwortete der 38-Jährige alle Fragen. Seine Antworten waren stets respektvoll und zurückhaltend. Vor der Arbeit des Vorgängers Christian Titz habe er großen Respekt, er müsse die Mannschaft nun erst kennenlernen und wolle zu diesem Zeitpunkt über keinen Spieler einzeln sprechen. so Wagner.

Natürlich sehe er aber Bereiche, in denen er Mannschaft und Spieler verbessern wolle, gerade im Gegenpressing, jedoch solle alles mit der nötigen Geduld geschehen. Auch die Aufstiegsambitionen von Hannover 96 wollte er nicht weiter pushen, doch Wagner betonte, wie sehr ihm der Kosmos der 96er gefalle.

Wagner hat Handynummer gewechselt

Auffällig war zudem, dass Wagner immer wieder betonte, er sei ein „Arbeiter“. Große Sprüche blieben aus. Wagner ließ sich auch durch seine Vergangenheit nicht provozieren. Als etwa der Satz fiel, er habe in Augsburg mehr Gelbe Karten als Punkte geholt, blieb Wagner ganz ruhig und betonte, dass er sich als junger Trainer in einem ständigen Prozess der Selbstreflexion befinde.

Dazu passte auch diese Anekdote: Wagner hat seine Handynummer gewechselt, damit ihn nicht mehr zu viele Leute erreichen können. So hielt sich auch die Zahl der Gratulanten zu seinem neuen Job in Grenzen: Familie und das engste Umfeld.

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