BundesligaFC Schalke 04

Über 82.000 Plätze: Schalke träumt von Deutschlands größtem Stadion

Bild: Lars Baron/Getty Images

Der FC Schalke 04 denkt über einen spektakulären Ausbau seiner Arena nach. Ein zusätzlicher Rang könnte das Stadion zur größten Vereinsarena Deutschlands machen.

Mehr als 20.000 zusätzliche Zuschauer sollen nach einer ersten Überlegung Platz finden. Noch handelt es sich allerdings nicht um ein beschlossenes Bauprojekt, sondern lediglich um ein loses Gedankenspiel innerhalb des Vereins.

Ein dritter Rang soll die Arena vergrößern

Die vereinfachte Idee sieht vor, das Dach der Veltins-Arena zu entfernen und über den bestehenden Tribünen einen dritten Rang einzuziehen. Die Kapazität könnte dadurch um rund 20.000 Plätze steigen.

Aktuell bietet das Schalker Stadion etwas mehr als 62.000 Zuschauern Platz. Nach einem entsprechenden Ausbau käme die Arena auf mehr als 82.000 Plätze und könnte damit sogar den Dortmunder Signal Iduna Park als größtes Vereinsstadion Deutschlands ablösen.

Vorstandschef Matthias Tillmann bremste die Erwartungen allerdings bereits. Er bezeichnete die Überlegungen gegenüber der BILD als „sehr loses Gedankenspiel“. Von einer konkreten Machbarkeitsstudie oder einem Zeitplan kann derzeit keine Rede sein.

Stadion-Guru bietet Schalke seine Unterstützung an

Grundsätzlich umsetzbar wäre ein solcher Ausbau nach Einschätzung von Walter Hellmich dennoch. Der Bauunternehmer war bereits an der Errichtung der im Jahr 2001 eröffneten Arena beteiligt und kennt die Konstruktion des Stadions.

Hellmich baute mit seinem Unternehmen außerdem die Stadien des MSV Duisburg und des FC St. Pauli. Derzeit ist seine Firma unter anderem an den Umbauarbeiten in Münster und Bochum beteiligt. „Technisch ist alles möglich“, erklärte der 82-Jährige. Sollte Schalke das Vorhaben ernsthaft verfolgen, würde er dem Verein nach eigener Aussage mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Zunächst müsste allerdings genau untersucht werden, ob die vorhandene Konstruktion einen weiteren Rang tragen kann. Besonders das Entfernen und spätere Ersetzen des Arenadachs wäre ein aufwendiger Eingriff. Hellmich bezeichnete diesen Teil der Idee als eine Aufgabe, die sorgfältig geprüft werden müsse.

Schalke könnte das Projekt derzeit nicht bezahlen

Die größte Hürde ist nicht allein technischer, sondern vor allem finanzieller Natur. Schalke kann ein Bauprojekt dieser Größenordnung in seiner gegenwärtigen Situation nicht stemmen. Der Verein muss weiterhin wirtschaftlich vorsichtig arbeiten und besitzt keinen Spielraum für einen kurzfristigen Stadionumbau.

Der XXL-Ausbau ist deshalb eher als langfristige Vision zu verstehen. Schalke möchte sich offenbar grundsätzlich damit beschäftigen, welches Entwicklungspotenzial die Arena noch besitzt und wie der Verein bei anhaltend hoher Nachfrage zusätzliche Plätze schaffen könnte.

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